EyjafjallajökullVor zehn Jahren plagte etwas anderes die Luftfahrt

Im April 2010 brach auf Island der Vulkan Eyjafjallajökull aus. Auch damals litt die Luftfahrt. Im Vergleich zur Corona-Krise aber war der Flugstopp harmlos.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Dieses Mal hat die Krise einen einfachen Namen. «Corona» können alle mühelos aussprechen. Das war im April 2010 anders, als die Luftfahrt ebenfalls mit einem tagelangen Flugstopp kämpfte. Eyjafjallajökull war damals verantwortlich für neue Sorgenfalten der Airlinemanager.

Am 14. April 2010 brach auf Island der Vulkan Eyjafjallajökull nach wochenlangen Rumoren aus. Er spie zusammen mit Gestein und Gasen auch Asche in die Luft. Über Winde wurde sie über weite Teile Europas verteilt. Für die Luftfahrt wurde das zum Problem. Denn die winzigen Teilchen sind ein Sicherheitsrisiko.

Londoner Vulkan-Warnzentrum schlug Alarm

Vulkanasche besteht aus sogenanntem pyroklastischem Sediment, auf weniger als zwei Millimeter zerkleinertem Gestein und Glas. Gelangt es in Triebwerke, kann das zu Fehlfunktionen und sogar einem Ausfall führen. Die Masse kann auch Wasser- und Treibstoffsysteme verstopfen, Klappen verkleben und sich auf der Cockpitscheibe festsetzen und den Piloten die Sicht nehmen.

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao hat deshalb an neun Orten auf der Welt sogenannte Volcanic Ash Advisory Centers eingerichtet. Sie bestehen aus Experten und geben Fluggesellschaften Ratschläge in Bezug auf die Risiken von Vulkanausbrüchen. Vor zehn Jahren schlug das Warnzentrum in London Alarm.

Fünf Tage keine Flüge ein Deutschland

Am 15. April schlossen die ersten Länder im Norden Europas ihren Luftraum. Und einen Tag darauf folgten viele andere Staaten im Rest des Kontinents, so auch in Luxemburg, Österreich und der Schweiz. In Deutschland wurden am gleichen Tag ebenfalls alle Flughäfen geschlossen - für fünf Tage. Zehntausende Flüge fielen aus, Millionen von Passagieren saßen fest.

Die Unterbrechung war damals die größte seit dem Zweiten Weltkrieg eine teuere Sache. Die internationale Luftverkehrsvereinigung Iata schätzte damals, dass Fluggesellschaften wegen dem temporären Flugstopp 1,7 Milliarden Dollar an Einnahmen verloren haben. Hinzu kamen die Verluste der Flughäfen. Lufthansa alleine hatte ihren Schaden damals auf knapp 200 Millionen Euro beziffert.

Im Vergleich ein Pappenstiel

Im Vergleich zur aktuellen Krise ist das jedoch ein Pappenstiel. Die Folgen der Covid-19-Pandemie veranschlagt die Iata auf 314 Milliarden Dollar in der Form entgangener Einnahmen - alleine bei den Airlines.

Die Aschewolke des Eyjafjallajökull im April 2010 (Links im Bild Island und damit Norden, rechts ist Süden). Bild: Nasa

Mehr zum Thema

Das AVOID-System erkennt Aschewolken in einer Höhe von 5'000 Fuss bis 50'000 Fuss (1'500 Meter bis 15'000 Meter) und bis zu einer Entfernung von 100 Kilometern

Mit Radar gegen Vulkanasche

Eyjafjallajökull-Ausbruch: So groß wird Easyjets Wolke nicht

Easyjet kauft sich Aschewolke

Soldaten am Flughafen La Aurora: Probleme durch Vulkanasche.

Helfer fegen Vulkanasche von Piste in Guatemala

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil