Heckflosse von Virgin Atlantic: Konzentration auf den Dreamliner.

Lässt Virgin den A380 fallen?

Die britische Fluggesellschaft schiebt ihre Bestellung für sechs Superjumbos weiter nach hinten. Sie kann sich gar vorstellen, den A380 ganz fallen zu lassen.

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Gerade erst feierte Airbus. Unter großer Aufmerksamkeit der Medien wurde der erste A380 an British Airways übergeben. Die neue Besitzerin des Superjumbos gibt sich euphorisch und erhofft sich vom neuen Flugzeug sehr viel. Doch seine ärgste Konkurrentin zögert. Man brauche den Flieger vielleicht gar nicht, erklärte nun Virgin Atlantic. Man müsse zuerst herausfinden, ob man immer noch Bedarf für den Superjumbo habe, so Airline-Chef Craig Kreeger. Die Fluggesellschaft orderte vor dreizehn Jahren sechs Airbus A380. Der Auslieferungstermin wurde in der Folge immer wieder hinausgeschoben. Von 2005 auf 2008, dann auf 2013.

Nun steht offenbar alles auf der Kippe. «Es ist hart, aber nicht ganz unmöglich, sich eine Welt vorzustellen, in der wir den A380 wollen», so Kreeger laut der Nachrichtenagentur Bloomberg. Es sei auf jeden Fall keine klare Entscheidung mehr. Zunächst verschob die Fluggesellschaft die Auslieferung einmal auf das Jahr 2018 statt auf 2017. Man habe das eigene Geschäftsmodell noch einmal überdacht, heißt es.

Lieber den Dreamliner

Momentan fokussiert sich Virgin lieber auf Flieger wie den Dreamliner, so Kreegan. Die erste von 16 Boeing B787 soll im Jahr 2014 zur Flotte stoßen. Die technischen Probleme mit dem modernen Flieger machen ihm weniger Sorgen. Zwar könne man die Zwischenfälle, die zum weltweiten, monatelangen Grounding geführt hatten, nicht ignorieren. Doch bis Virgin den ersten Dreamliner erhalte, so Kreegan, «werden sie das schon ausgebügelt haben.»

Große Flieger wie der A380 oder auch die B747 haben momentan keine Hochkonjunktur. Fluglinien überdenken ihre Flottenstrategien und setzen vermehrt auf zweistrahlige Langstreckenjets, die sie flexibler machen. Der A380 ist vor allem bei Anbietern wie Emirates beliebt, die mit Drehkreuz-Modellen arbeiten, über die sie ihre Passagiere in die Welt hinaus fliegen. Virgin Atlantic setzt hauptsächlich auf Passagiere, die ohne Zwischenstopp von A nach B fliegen.

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