Crew von Virgin Australia: Zu sexy?

Virgin Australia will seriöser werden

Weniger sexy, mehr Business: Virgin Australia verpasst sich eine Generalüberholung. Auch die Flugbegleiter sind betroffen.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Sprache muss sich ändern, die Haltung und das Benehmen. Virgin Australia schickt seine Kabinen-Crew in die Benimm-Schule. «Wir wollen keine Androiden herstellen», so ein Virgin-Sprecher gegenüber der Zeitung The Telegraph. Ebensowenig werde man nun gerade geschnittene langweilige Kleidung für die Flugbegleiter designen. Es gehe einfach darum, einen Umgang und eine Atmosphäre zu schaffen, die auch Geschäftsreisende anspricht. Dazu arbeitet die Airline an ihrem kompletten Erscheinungsbild. In der Business-Lounge in Melbourne soll etwa der Billard-Tisch einer Kaffee-Bar weichen.

Mit diesen Änderungen will Virgin der Konkurrentin Qantas noch weiter auf die Pelle rücken, die weiterhin beliebt bei Geschäftsreisenden ist. Zwar hat sich Virgin Australias Anteil an Geschäftsreisenden in den vergangenen zwei Jahren von zehn auf 18 Prozent erhöht - doch das ging mit einem drastischen Preiskrieg einher. Nun will Virgin auch auf einer anderen Ebene mit Qantas in den Ring steigen. Ob das etwas damit zu tun hat, dass erst in der vergangenen Woche Etihad Airways das Okay bekam, ihren Anteil an Virgin Australia aufzustocken? Zumindest spekuliert man darüber in den australischen Medien.

Keine Kumpel-Begrüßung mehr

Zum seriöseren Auftritt von Virgin Australia gehört unter anderem auch die Begrüßung der Fluggäste an Bord. Die Airline bittet ihre Flugbegleiter, die Passagiere beim Einsteigen nicht mehr «Mate» zu nennen, in Australien eine übliche Anrede. Mate bedeutet in etwa «Kumpel». Nur wenn ein Fluggast Vielflieger ist und darum gebeten hat, bleibt er Kumpel für die Kabinencrew. Auch ihre Arme dürfen Flugbegleiter nicht mehr verschränken, weil es einen unfreundlichen Eindruck macht.

Die Crew selbst hält offenbar nicht wirklich viel von den Maßnahmen. «Sie wollen uns das Sex-Appeal nehmen», so eine Flugbegleiterin gegenüber der Zeitung News Limited. Aber das könne man jemandem nicht einfach austreiben. Offenbar habe die Airline Sorgen wegen ihres sexy, fast schon frechen Images. Paradox, dass ausgerechnet die Schwesterairline in Großbritannien gerade eine andere Richtung einschlägt - zumindest, was das Unterhaltungsprogramm betrifft: Wie die New York Times berichtet, bietet Virgin Atlantic den erotischen Bestseller «50 Shades of Grey» als Hörbuch an.

Mehr zum Thema

ticker-qantas

Qantas zieht Airbus A380 aus Melbourne ab

Die VH-XF7: Der neuste A321-Umbaufrachter von Qantas.

Airbus-A321-Umbaufrachter lösen bei Qantas jetzt die BAE 146-300 ab

Alice Springs Airport Check-In: Der Airport hat ein akutes Schlangenproblem.

Check-in, Gates, Lounge: Schlangenalarm am Flughafen

ticker-qantas

Bettwanzen an Bord: Qantas muss Boeing 787 in Rom aus dem Verkehr ziehen

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack