Flieger von Brussels: Schon wieder ein Wechsel.

Peter Gerber tritt abVier Wechsel in fünf Jahren bei Brussels Airlines

So viele Wechsel wie bei der belgischen Lufthansa-Tochter gab es in den vergangenen Jahren wohl bei kaum einer Airline. Nun geht erneut der Chef. Brussels Airlines durchlebt unstete Zeiten.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es ist mehr als nur eine Personalie. Christina Foerster übernimmt kommissarisch erneut die Führung von Brussels Airlines, nachdem Peter Gerber das Unternehmen in Richtung Condor verlässt, wie aeroTELEGRAPH zuerst berichtete. Dass Manager den Arbeitgeber wechseln passiert. Bitter ist es für Brussels Airlines, weil nach Foerster schon die fünfte Person in fünf Jahren auf Brussels Chefsessel Platz nehmen wird.

Alles begann mit dem Abgang von Bernard Gustin. Seit 2012 hatte er an der Spitze der belgischen Airline gestanden - und die Partnerschaft mit Lufthansa bis hin zur vollständigen Integration entschieden mit vorangetrieben. Doch schlussendlich scheiterte er, weil ihm die Unabhängigkeit seiner Airline von der Mutter dann doch zu wichtig war.

Eurowings und dann doch nicht

Im April 2018 übernahm Christina Foerster das Ruder bei Brussels Airlines. In einer ziemlich turbulenten Zeit. Sie gab bekannt, dass der Name Brussels Airlines im Europaverkehr verschwindet und durch Eurowings ersetzt wird. Wenn die Gruppe ein europaweites Netzwerk aufbauen wolle, «können wir nicht alle Einzelmarken behalten», sagte die Managerin zur Begründung. Zugleich trieb sie die Integration in die Eurowings-Gruppe voran.

Doch davon nahm die Airline schließlich wieder Abstand. Im Juni 2019 hieß es schließlich, Brussels werde doch nicht in Eurowings integriert. Stattdessen werde die Fluggesellschaft näher an Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss angebunden. Das geschah auch und ist bis heute so.

Vranckx startete in die Pandemie hinein

Foerster allerdings blieb nicht mehr lange bei Brussels. Im Januar 2020 wurde sie in den Lufthansa-Vorstand berufen und verantwortete dort die Bereiche Kund:innen, IT und verantwortungsbewusstes Unternehmertum.

Am 1. Januar 2020 übernahm Dieter Vranckx das Ruder. Und auch sein Start verlief alles andere als angenehm. Nur drei Monate nach seiner Berufung zum Geschäftsführer der belgischen Airline stürzte die Luftfahrtbranche in die tiefste Krise ihrer Geschichte. Vranckx musste über Staatshilfen verhandeln und Flieger am Boden lassen, statt das Wachstum und die Weiterentwicklung der Airline voranzutreiben.

Von Cargo zu Brussels - und dann wieder weg

Noch während der Krise wechselte Vranckx zu einer anderen Konzerntochter. Nach dem Abtritt von Swiss-Chef Thomas Klühr erkor man Vranckx dazu aus, ab Januar 2021 die Geschicke der Schweizer Tochter zu lenken. Dreizehn Jahre lang hatte er zuvor bereits einmal für Swiss gearbeitet, und auch bei Swissair war Vranckx einst an Bord. Er besitzt zudem einen Schweizer Pass.

Auf ihn folgte in Belgien Peter Gerber, der von Lufthansa Cargo zu Brussels stieß. Mit ziemlich genau zwei Jahren Amtszeit gehört Gerber also in den vergangenen Jahren zu denjenigen, die noch am längsten an der Spitze standen. Zuletzt konnte er im dritten Quartal ein Rekordergebnis verkünden. Doch sein nächster Karriereschritt bedeutet nun, dass die Mitarbeitenden sich an die nächste Führungskraft gewöhnen müssen, sobald die Lufthansa Group einen festen Chef oder eine feste Chefin für Brussels gefunden hat.

Mehr zum Thema

Peter Gerber, Flugzeug von Condor: Wechselt von Brussels.

Peter Gerber folgt als Condor-Chef auf Ralf Teckentrup

Christina Foerster kehrt kommissarisch zu Brussels Airlines zurück

Christina Foerster kehrt kommissarisch zu Brussels Airlines zurück

Airbus A319 von Brussels Airlines: Die Fluglinie baut mit zusätzlichen A320 Neo aus.

Brussels Airlines bekommt zwei weitere Airbus A320 Neo

ticker-lufthansa

Lufthansa will offenbar stärker auf Bahn als Zubringer setzen - und weitere Inlandsverbindungen streichen

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg