Boeing 777 von El Al: Die Airline stattet ihre Boeing 777-Flotte mit neuen Kabinen aus.

El Al bleibt optimistisch«Viele, die einfach eine Auszeit vom Krieg brauchen»

Die israelische Nationalairline erlebt nach Corona die nächste Krise. Trotz Gaza-Krieg kann El Al an ihren Wachstumsplänen festhalten. Denn die Nachfrage nach Flügen besteht.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss fliegen schon seit Januar wieder nach Israel. United bedient die New-York-Tel-Aviv-Route seit Anfang März wieder. In der kommenden Woche nimmt Eurowings die Verbindung von Düsseldorf in die größte Stadt Israels auf. Der internationale Luftverkehr kommt also langsam nach Israel zurück.

Die staatliche Fluggesellschaft El Al freut sich über die Rückkehr der Konkurrenz. «Das ist gut für Israel», sagt Oranit Beithalahmy, Direktorin für Zentral- und Westeuropa sowie Afrika im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Nach den Terrorattacken der Hamas vom 7. Oktober und dem Krieg in Gaza hatten nahezu alle internationalen Fluggesellschaften ihre Flüge nach Israel eingestellt.

El Al ist die Brücke zur Welt

«El Al hat Israel weiter mit der Welt verbunden», so Beithalahmy, und das sehr erfolgreich. Der Verkehr sei für zwei Wochen nach den Terroranschlägen eingebrochen, aber dann sei die Nachfrage schnell wieder zurückgekommen. «Auch die finanzielle Situation ist gut. Wir haben im vergangenen Jahr 125 Millionen Dollar Profit gemacht».

«Unsere Gäste sind aktuell Israelis, die Freunde und Verwandte besuchen, Geschäftsreisende und viele, die einfach eine Auszeit vom Krieg brauchen», erklärt die Managerin die starke Nachfrage. Manche Ziele hat El Al aus dem Flugplan gestrichen und dafür andere Ziele aufgestockt. So fliegt die Airline vermehrt in die USA, aber nicht mehr nach Südafrika. Mit dem Land gibt es diplomatische Spannungen. Im Sommer nimmt El Al eine Verbindung nach Tokio neu auf.

Fünf-Jahres-Ziele bleiben

El Al hat sich nach der Pandemie neu aufgestellt. Erst im vergangenen Jahr hat das Management um die Geschäftsführerin Dina Ben Tal Ganancia einen fünf-Jahres-Plan verabschiedet, der unter anderem Investitionen in die Flotte, das Produkt und technische Neuerungen vorsieht.

«Trotz aller Ereignisse können wir an dem Plan festhalten», so Beithalahmy. Der Plan sieht besonders ein Wachstum auf der Langstrecke vor. Dazu wird El Al zum einen ihre Boeing 777-Flotte mit einer neuen Kabine ausstatten. Zwei Maschinen sind bereits umgerüstet, drei weitere sollen im kommenden Jahr folgen, verrät die El-Al-Managerin im Gespräch.

Weitere Dreamliner

Zum anderen plant die Fluggesellschaft, weitere Dreamliner einzuflotten. Bis 2028 will El Al 22 Dreamliner betreiben, aktuell sind es 16. Vier Boeing 787-8 und zwölf größere Boeing 787-9.

Mehr zum Thema

Eine Boeing 777 von El Al am Flughafen von Tel Aviv: Die Nachfrage nach Flügen nach Israel ist weltweit eingebrochen.

Nachfrage nach Israel-Flügen bricht ein - El Al baut Flugplan um

Langstreckenjet von American Airlines: Tel Aviv ist vorerst kein Flugziel.

American und Co. halten sich anders als Lufthansa bei Israel-Flügen zurück

United nimmt Flüge nach Tel Aviv wieder auf - zuerst via München

United nimmt Flüge nach Tel Aviv wieder auf - zuerst via München

ticker-el-al-neu2

El Al muss geplante Hanoi-Verbindung absagen

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack