Iran-140 wird SimorghIran baut wieder Antonov-Kopie

Einst baute der Iran unter Lizenz eigene Antonov An-140. Nach einem tödlichen Unglück endete die Produktion der Iran-140. Doch jetzt nimmt das Land sie wieder auf.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Geschichte des Flugzeuges begann vor bald 30 Jahren: 1993 machte sich Antonov an die Entwicklung eines neuen Turboprop-Schulterdeckers, der als Ersatz für die alternden An-24 gedacht war, aber über mehr Frachtkapazität verfügte und auch auf unbefestigten Pisten starten und landen konnte. Das Resultat war die Antonov An-140.

1997 absolvierte sie ihren Erstflug und sieben Jahre später begann die Serienfertigung. Das Projekt wurde gezielt international aufgestellt. Die Antonov An-140 wurde nicht nur in der Ukraine gebaut, sondern in Lizenz auch in Russland und im Iran. Dennoch wurde das Modell kein Erfolg. Weltweit entstanden nur 35 Stück.

Zwei Abstürze der iranischen Variante Iran-140

Im Iran baute die Iran Aircraft Manufacturing Industries Corporation, kurz Hesa, die Flieger unter dem Namen Iran-140. Sie entstanden aus Sets, die von Antonov aus der Ukraine geliefert wurden. Zum ersten Mal hob 2001 eine der Maschinen ab. Obwohl es Pläne für deutlich größere Stückzahlen gab, wurden wohl nur zehn fertiggestellt.

2009 stürzte eine der Maschinen bei einem Trainingsflug bei Isfahan ab, wobei die fünf Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. 2014 verunglückte eine weitere Iran-140, die von Hesa-Tochter Sepahan Airlines betrieben wurde, kurz nach dem Start in Tehran. Alle sechs Crewmitglieder und 34 von 42 Fluggästen starben. Das bedeutete das Ende der Produktion im Iran.

Neuer Vogel-Name

Zumindest vorerst. Denn am Donnerstag (19. Mai 2022) hat Hesa ein neues Exemplar präsentiert. Wie die iranischen Nachrichtenagenturen Mehr und Tasnim berichten, handele es sich um einen Militärtransporter namens Simorgh, benannt nach einem Vogel-Fabelwesen aus der persischen Mythologie. Hochrangige Militärs waren anwesend.

Von der An-140, der Iran-140, der Ukraine oder Antonov erwähnen die iranischen Nachrichtenagenturen kein Wort. Dass es sich um dieses Modell handelt - womöglich modernisiert, oder auch nicht - ist deutlich zu erkennen. Aufgrund westlicher Sanktionen gegen das Land hat der Iran seit Jahren Schwierigkeit, an neue Flugzeuge heranzukommen.

Mehr zum Thema

Die Boeing 747 von Emtrasur in Teheran.

Venezolanische Frachtairline holt sich Uralt-Jumbo aus dem Iran

McDonnell Douglas MD-82 von Iran Airtour (hier noch in der Bemalung von 2013): Die 31 Jahre alte EP-MDC fliegt immer noch.

Iranische Airline mit Oldtimer-Flotte darf in die EU fliegen

Unfallstelle: Die Maschine stürzte kurz nach dem Start ab.

Flugzeug stürzt im Iran ab

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.

Zelenskyys Airbus A319 entgeht offenbar nur knapp einer Drohne

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack