Tierschützer protestieren gegen die Verwendung von Haiflossen: Der Fischfang ist nicht nachhaltig.

UmweltHaischutz: Air China fliegt künftig ohne Flossen

Haie sterben qualvoll, damit ihre Flossen in China in Suppen landen können. Das wollen inzwischen 36 Fluggesellschaften nicht mehr unterstützen – jetzt auch Air China.

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Flossen von bis zu 73 Millionen Haien werden laut Schätzungen jährlich für Suppe verwendet. In China gilt Haifisch-Suppe als Delikatesse und wird bei Banketten, Geschäftsessen und Hochzeiten serviert. Doch es ändert sich etwas: Laut Angaben der Regierung sind die Haiflossen-Importe von 2012 bis 2015 um 82 Prozent zurückgegangen.

Und das ist auch gut so. Denn Fischer trennen den Haien die Flossen oft lebend ab und werfen die verstümmelten Tiere zurück ins Meer, wo sie qualvoll sterben. Damit ist nun auch Air China Cargo nicht mehr einverstanden. Die Tochtergesellschaft, die bei Air China für die Fracht zuständig ist, kündigte an, keine Haiflossen mehr zu transportieren. Ab wann dies gilt, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

Forderung an anderen Fluggesellschaften

Der Schritt sei «enorm wichtig», lobte Alex Hofford von der Umweltschutzorganisation Wild Aid gegenüber der Zeitung South China Morning Post. Denn trotz aller Bemühungen der Regierung sei China immer noch ein Land mit einer signifikanten Nachfrage. «Das ist ein kühner Schritt und wird wahrscheinlich eine riesige und nachhaltige Auswirkung auf die Hai-Population und die Meeresökosysteme weltweit haben», sagte Hofford.

Wild Aid kritisierte in einer Mitteilung, dass die Lage in Hongkong weitaus schlechter sei als in Festlandchina, und rief die Regierung der Sonderverwaltungszone dazu auf, mehr gegen den Handel mit Haiflossen zu tun. Die Organisation forderte außerdem Unternehmen auf, sich ein Beispiel an Air China zu nehmen - so etwa den US-Transportkonzern Fedex und die chinesischen Fluggesellschaften China Southern Airlines, China Eastern Airlines, Beijing Capital Airlines, Hainan Airlines, Xiamen Air, Tianjin Airlines, Shenzhen Airlines, Shandong Airlines, Shanghai Airlines und SF Airlines.

Diese 36 Airlines haben sich verpflichtet

Im Juli 2016 hatte bereit der chinesische Reederei-Riese Cosco die Flossen verbannt. Weltweit haben laut Wild Aid auch bereits 36 Fluggesellschaft gelobt, sie nicht mehr zu transportieren:

Air China, Air Canada, Cathay Pacific Airways, Dragonair, HK Express, China Airlines, British Airways, Iberia, Kenya Airways, American Airlines, Sri Lankan Airlines, Virgin, Jet Airways, Copa, Air France, Swiss, Thai Airways, Cebu Pacific, Singapore Airlines, Etihad Airways, Air Seychelles, Philippine Airlines, Air Asia, Garuda Indonesia, Korean Airlines, Asiana Airlines, Emirates, Eva Air, Qantas, Air New Zealand, Qatar Airways, KLM, Finnair, Lufthansa, Latam Airlines und Aeroméxico.

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