Kurioser UmbauVom Tankflugzeug zum Campingplatz

Eine ausgediente Vickers VC10 der Royal Air Force endete auf einem Schrottplatz. Ein Mechaniker rettete eine Triebwerksverkleidung und gab ihr einen neuen Zweck.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Mit viel Glück können auch  Autofahrer manchmal Luftfahrzeuge sehen. Für die Produktion des Airbus A380 mussten angeschiffte Rumpfteile ihre letzte Etappe per LKW antreten. Bei Amsterdam überquerte eine ausrangierte Boeing 747 vergangenes Jahr eine Autobahn.

Nach einer Verfolgungsjagd in der Luft landeten Drogendealer ihren Privatjet im Juli sogar auf einer Landstraße in Mexiko. Luftfahrtfans auf britischen Straßen haben die Chance auf eine erfreulichere Begegnung. Im Vereinigten Königreich baute ein Mann ein altes Triebwerk zu einem Wohnwagen um.

Legendäre Spenderin

Etwa sechs Jahre lang baute Steve Jones an der ungewöhnlichen Behausung. Als Basis diente eine Gondel für ein Triebwerk vom Typ Rolls Royce Conway, berichtet das Portal The Drive. Der in den 1950er-Jahren entwickelte Motor war das erste in Serie gefertigte Turbofan-Triebwerk der Welt. Die Bauweise ist bei modernen Triebwerken für Passagierflugzeugen noch immer Standard.

Jones Exemplar diente als Antrieb für eine Vickers VC10 der Royal Air Force. Der Flugzeugtyp war neben der De Havilland Comet das erste britische Großraumflugzeug mit Düsenantrieb. Innerhalb der britischen Luftwaffe hatte es als Tankflugzeug eine langjährige Karriere. 2012 musterte die Royal Air Force ihre letzten VC10 aus.

Kauf über Bekannten

Ein Exemplar mit Baujahr 1967 und annähernd 39.000 Flugstunden landete auf einem Schrottplatz, den ein Bekannter von Jones besitzt. Der Fluggerätemechaniker, der in seiner Freizeit Wohnwagen baut, sah seine Chance, Hobby und Job zu verbinden. Er erwarb eine Triebwerksgondel und startete sein bis dahin ungewöhnlichstes Projekt.

«Die ganze Arbeit war extrem schwierig. Dieses Teil wurde nie für diesen Zweck entworfen», sagt Jones. Wo einst das Triebwerk unterkam, nehmen heute Klappbetten und eine kleine Küche Platz. In Andenken an die VC10 und den Conway-Motor, hat der Brite die Triebwerkspalette an die Innenwand geschraubt und Bücher über das Flugzeug ausgelegt.

Verlockendes Angebot

Neben ungefähr 1000 Arbeitsstunden hat der Brite umgerechnet rund 4000 Euro in das Projekt investiert. Die Mühe könnte sich auch finanziell gelohnt haben. Interessenten machten Kaufangebote für umgerechnet mehr als 26.000 Euro. Doch bevor sich Jones einen Gewinn einsteckt, will er das ehemalige Triebwerksgehäuse mit seiner Familie selbst nutzen.

Mehr zum Thema

Die Boeing 747 vor dem Hotel Corendon Village in der Nähe des Flughafens Amsterdam Schiphol: Der Jet ...

So sieht die Boeing 747 im Vorgarten aus

Bruce Campbell hat sich eine geschichtsträchtige Boeing 727 ausgesucht.

Ein Jetsetleben der anderen Art

Tupolev Tu-144 als Denkmal in Zhukovsky: Das Flugzeug hob hier 1968 zum ersten Mal ab.

Tupolev Tu-144 wird zum Denkmal

Anschub: Ohne Triebwerke wären Flugzeuge nur Zeug.

Können Sie diese Flugzeugtriebwerke erkennen?

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies