Piloten von B&H Airlines im Cockpit: Bald neue Partner?

Werben um B&H Airlines

Bosnien will 49 Prozent der Nationalairline verkaufen. Ein Interessent kommt aus der Türkei. Der andere stammt aus Malaysia und hat Pläne für Europa.

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Am Anfang vom Ende stand ein Streit. Turkish Airlines war 2008 bei B&H Airlines eingestiegen und übernahm 49 Prozent der Aktien der bosnischen Nationalairline. Doch die Regierung in Sarajevo zeigte sich bald unzufrieden mit dem Investor. Sie warf ihm vor, ohne Rücksprache wichtige Entscheide zu fällen, Flieger eigenmächtig in der Türkei registriert zu haben und nicht wie versprochen ein nationales Streckennetz aufzubauen. Anfang 2012 zog Turkish dann die Konsequenzen aus den Meinungsverschiedenheiten und gab ihren Anteil an B&H Airlines an zurück. Seither sucht die Regierung einen neuen Abnehmer mit Branchenerfahrung. Sie will dabei die Fehler des letzten Verkaufs verhindern.

So richtig kam die erneute Teilprivatisierung der Fluggesellschaft mit einer Flotte von zwei ATR72 bislang nicht vom Fleck. Zuerst wurde einmal eine Airline aus der Region als Interessentin genannt. Dann wurde die libysche Buraq Air ins Spiel gebracht. Doch keine der beiden Fluggesellschaften scheint wirklich an einem Einstieg bei B&H Airlines interessiert gewesen zu sein. Konkret wurde nichts. Nun aber meldet Transportminister Enver Bijedić einen Erfolg. Die türkische Tarhan & Tower Airlines zeige Interesse und habe vernünftige Vorschläge vorgebracht. Sie habe der bosnischen Fluglinie per sofort zwei MD-82 versprochen und über die nächsten Jahre weitere zehn Jets von Boeing oder Airbus. Die Türken hätten auch bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Drehkreuz in Europa

Doch nicht nur Tarhan & Tower will B&H Airlines. Auch Air Asia zeigt offenbar Interesse. Die Billigairline aus Malaysia sei am Aufbau eines europäischen Drehkreuzes interessiert, berichtet das Nachrichtenportal B92. Der Flughafen Sarajevo eigne sich dazu aber nicht, weil das Wetter dort zu oft zu schlecht sei. Deshalb wäre Air Asia eher an Mostar als Basis interessiert. Dort sind die Verhältnisse besser, zudem erachten die malaysischen Manager offenbar auch das Tourismuspotenzial als größer. Doch mehr als die Unterlagen zu bestellen haben sie bislang nicht getan. Die Gespräche mit den beiden Interessenten sollen nun schon bald beginnen, so Bijedić.

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