Aufgabegepäck: Immer öfter nur gegen Zusatzgebühr gestattet.

Vereinigtes KönigreichRegierung will bei Zusatzgebühren durchgreifen

Passagiere sollen nicht mehr von Zusatzgebühren überrascht werden. Dafür will die britische Regierung sorgen - und vielleicht sogar überhöhte Preise anprangern.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Sie buchen einen Flug und merken erst am Flughafen, dass es Geld kostet, sich die Bordkarte dort ausdrucken zu lassen. Vor solchen Überraschungen will die britische Regierung Passagiere künftig schützen und für mehr Transparenz sorgen. «Mit unserer Luftfahrtstrategie werden wir nach Möglichkeiten suchen, die verfügbaren Informationen zu erhöhen und zu verbessern, damit Fluggäste fundierte Urteile treffen können, bevor sie entscheiden, mit wem sie fliegen», erklärte Luftfahrtministerin Elizabeth Grace Sugg.

Was das Ministerium im Detail plant, ist noch nicht bekannt. Allerdings könnte es laut der Zeitung The Times darauf hinauslaufen, dass alle Fluggesellschaften verpflichtet werden, ihre Zusatzgebühren im Buchungsprozess auf die gleiche, transparente Art und Weise den Kunden zu präsentieren. Das würde laut dem Blatt wohl für alle Zusatzgebühren gelten, etwa für Sitzplatzreservierung, mehr Beinfreiheit und Gepäck. Außerdem könnten Airlines aufgefordert werden, ihre Gebühren zu überprüfen, wenn diese als überhöht gelten.

Zweifel an Vergleichbarkeit

Britische Medien führen etwa Ryanairs Preis von bis zu 160 Pfund/Euro für eine Namensänderung als Beispiel für eine Gebühr an, die das Ministerium im Visier haben könnte. Der Billigflieger selber erklärte: «Alle optionalen Gebühren und Abgaben von Ryanair sind auf der Webseite klar angegeben und werden während des gesamten Buchungsvorgangs transparent angezeigt.» Man begrüße aber Maßnahmen gegen unautorisierte Webseiten, die Flugpreise falsch anzeigen und eigene versteckte Gebühren aufschlagen würden.

Ein namentlich nicht genannter Manager eines Lowcost-Anbieters sagte gegenüber der Zeitung The Independent, dass es durch die unterschiedlichen Zusatzangebote der einzelnen Fluggesellschaften schwierig sei, Vergleichbarkeit herzustellen. «Ich sehe nicht, wie das funktionieren soll.» Das Blatt selber sah sich als Beispiel die Strecke London - Lissabon an, auf der British Airways, Easyjet, Ryanair and Tap Portugal fliegen.

USA beerdigen Transparenzpläne

Die Angebote unterscheiden sich nicht nur bei Handgepäckregeln und -gebühren. «An Bord berechnen alle außer Tap Portugal (und British Airways' Business Class) Essen und Getränke; die portugiesische Airline versorgt die Economy-Passagiere mit einem kostenlosen Sandwich, heißem Getränk und alkoholischem Getränk, was bei anderen Fluglinien rund 10 Pfund kostet», so das Blatt. «Es ist nicht klar, wie so unterschiedliche Informationen in leicht verdaulicher Form dargestellt werden könnten.»

In den USA war erst kürzlich eine Initiative für transparentere Gebühren gescheitert. Das dortige Verkehrsministerium hatte eigentlich zwei Maßnahmen geplant: Erstens wollte es künftig Daten über 19 verschiedene Gebühren sammeln. Zweitens schlug es vor, dass Fluggesellschaften Gebühren für Aufgabe- und Handgepäck nicht mehr am Ende des Buchungsvorgangs verstecken dürfen. Unter der Regierung von Präsident Donald Trump hat das US-Verkehrsministerium jedoch beide Vorschläge zurückgezogen.

Mehr zum Thema

Passagier mit Koffer: Wie hoch Gepäckgebühren sind, ist nicht immer sofort klar.

Trump verhindert Ticket-Transparenz

Konzept: Die neue Piste in London Heathrow soll über die Straße führen.

London-Heathrow baut eine Autobahn - und blickt dabei nach Frankfurt

Millenials im Businessjet: Jüngere Generationen nutzen die Businessjets auch für den Urlaub.

Im Businessjet sitzt immer öfter ein Millennial statt ein Mann mit grauen Schläfen

manston airport

Verlassener britischer Flughafen will Comeback feiern

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin