Airbus A320 von Avianca: Harte Landung bei Validierungsflug.

Landung in IbagueValidierungsflug mit Airbus A320 geht schief

Die kolumbianische Nationalairline will auf dem Inlandsflug nach Ibagué bald Jets statt Turbopropflieger einsetzen. Doch bei dem ersten Flug mit einem Airbus A320 von Avianca passierte ein Malheur.

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Die Stadt liegt an den östlichen Hängen der Cordillera Central. Von den bis auf 5300 Meter über den Meeresspiegel ragenden Gipfeln wie dem Nevado del Tolima fließen Flüsse in ein Tal herunter, das sich bei Ibagué verbreitet und für fruchtbare Böden sorgt. Die Landwirtschaft ist hier denn auch der wichtigste Arbeitgeber. Reis und Kaffee werden angebaut und Viehzucht wird betrieben.

Avianca fliegt zwei Mal täglich von der Hauptstadt Bogota aus nach Ibagué. Zum Einsatz kommen in der Regel ATR 72. Doch das soll sich ändern. Ab dem 31. Oktober wollte die Nationalairline Kolumbiens zumindest auf gewissen Flügen in die Stadt mit 530.000 Einwohnern größere Flugzeuge auf der Strecke einsetzen, vor allem Airbus A319. Zugleich plante sie einen Ausbau auf vier tägliche Flüge. Die Regionsregierung freute sich darauf, dass dadurch auch die Preise sinken würden.

Flugzeug am Boden

Am 8. Oktober schickte Avianca deshalb einen Airbus A320 zu Validierungsflügen nach Ibagué, um ein neues Anflugverfahren zu überprüfen. Dort drehte er zuerst einige Schleifen. Dann setzte er auf Piste 32 des Perales Airport auf. Das Aufsetzen war aber außergewöhnlich hart, wie das auf Zwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald mit Bezug auf die Unfalluntersuchungsstelle Grupo de Investigación de Accidentes Aéreos Colombia schreibt.

4,9 g hat die Kraft betragen, die auf das Fahrwerk gewirkt hat. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen N742AV steht seither am Boden. Wie stark es Schaden genommen hat, ist ebenso nicht bekannt wie was der Zwischenfall für den Plan zum Einsatz größerer Jets bedeutet.

Verscheidene Faktoren entscheidend

Bei harten Landungen alleine ist die g-Kraft nicht der alleinige Faktor, der Schäden verursachen kann. Unter anderem sind auch die Einstellungen, etwa die Stellung der Klappen oder die Geschwindigkeit entscheidend. Beim Superjet-Unglück 2019 in Moskau wirkten fast 6 g auf das Fahrwerk.

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