Flughafen Managua: Für viele nur ein Zwischenstopp Richtung USA.

Nicaragua-FlügeUSA gehen gegen Manager von europäischer Charterairline vor

Im Kampf gegen illegale Einwanderung über Nicaragua erlassen die USA Einreise-Beschränkungen gegen Manager von Charterfluglinien. Auch eine aus Europa ist nun betroffen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Nicaragua ist zu einem internationalen Hotspot für illegale Migration Richtung USA entwickelt. Menschen aus aller Welt reisen in die Hauptstadt Managua, von wo aus es auf dem Landweg durch Honduras, Guatemala und Mexiko bis an die Südgrenze der USA geht.

Denn Nicaraguas diktatorisch regierender Langzeit-Präsident Daniel Ortega hatte 2021 unter anderem die Visumspflicht für einige Länder aufgehoben, darunter Kuba und Haiti, von wo aus seitdem viele Menschen über Nicaragua in die USA gelangen wollen. Laut Recherchen der spanischen Zeitung El Pais zahlt zudem jeder Migrant bei Ankunft in Managua rund 200 Dollar, Pässe werden nicht gestempelt und keine Quittungen ausgestellt.

Flüge «in erster Linie für illegale Migranten bestimmt»

Als Reaktion gehen die Vereinigten Staaten vermehrt auch gegen die Manager von Charterairlines vor, die Menschen nach Nicaragua bringen. So teilte das Außenministerium am 11. September mit, man habe Schritte unternommen, «um Visabeschränkungen für hochrangige Vertreter eines europäischen Charterflugunternehmens zu verhängen, weil sie die illegale Migration in die Vereinigten Staaten über Nicaragua erleichtert haben».

Um welche Charterairline aus Europa es sich handelt, erklärte das Ministerium nicht. Zur Erklärung schrieb es derweil, es handele sich um «eine Reaktion auf den wachsenden Trend, dass Charterfluggesellschaften Flüge nach Nicaragua anbieten, die in erster Linie für illegale Migranten bestimmt sind». Man werden auch weiterhin «Visabeschränkungen gegen skrupellose Eigentümer, Führungskräfte und hochrangige Vertreter von Transportunternehmen verhängen», um «ausbeuterische Praktiken» zu verhindern.

Airbus A340 vier Tage in Frankreich gestoppt

Ende 2023 hatte sich auch die rumänische Legend Airlines Vorwürfen im Zusammenhang mit einem Nicaragua-Flug ausgesetzt gesehen. Ein Airbus A340 der Charterfluggesellschaft sollte von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Managua fliegen. Doch beim Tankstopp in Frankreich musste er einen behördlich erzwungenen, viertägigen Stopp am Flughafen Châlons Vatry einlegen. Der Grund: Verdacht auf Menschenhandel.

Die rumänische Fluggesellschaft wies jegliche Schuld von sich und erklärte, die Reisenden hätten alle über gültige Visa verfügt. Man kooperiere vollumfänglich mit den Behörden. Ein anderes Unternehmen, das für denselben Auftrag angefragt worden war, hatte diesen allerdings zuvor abgelehnt – weil zu viele Warnlampen rot leuchteten.

Mehr zum Thema

Flugroute der 777 von Ghadames Air: Zuletzt flog die Maschine am 4. Juni von Libyen nach Nicaragua.

Das Drehkreuz der illegalen Migration

Airbus A340 von Legend Airlines: Er saß vier Tage in Frankreich fest.

Airbus A340 auf Irrflug zwischen Europa und Asien

Im Juni startete die virtuelle Fluggesellschaft mit Sitz im Bundesstaat Nebraska. <strong>Red Way</strong> bot Flüge zu Urlaubszielen in den USA an. Am 31. August stellte sie den Betrieb ein.

«Warum erst zwei Tage vor Abreise ein Charter für 300 Personen?»

Kampfdrohneneinsatz im Dschungel Kein Entkommen für Drogenschieber

Wie die Armee der USA Drogenkartelle aus der Luft bekämpft

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg