PersonalmangelUS-Regionalairlines wollen Gesetzeslockerung

Nach einem tödlichen Absturz wurden die Mindestanforderungen für Piloten in den USA erhöht. Die Regionalairlines des Landes wollen das nun rückgängig machen.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Das Regelbuch der Luftfahrt wird mit Blut geschrieben – dieses makabre Sprichwort der Branche traf auch zu, als die amerikanischen Gesetzgeber die Regeln für die Mindest-Flugstunden von Piloten anpassten. Nachdem klargeworden war, dass der Absturz einer Maschine von Colgan Air im Februar 2009 aufgrund eines Pilotenfehlers erfolgt war, hatte man festgelegt, dass ein Pilot mindestens 1500 Flugstunden gesammelt haben muss, bevor er für eine Airline fliegen darf. Beide Piloten im Cockpit der Unglücksmaschine hatten Warnmeldungen nicht verstanden, die sie eigentlich hätten erkennen müssen.

Jetzt wollen die amerikanischen Regionalairlines diese Regel wieder gestrichen sehen. Der Grund: Sie finden nicht mehr schnell genug Nachwuchs, so der Branchenverband Regional Airline Association. «Ich glaube, es gibt keinen einzigen Regionalanbieter, der nicht betroffen ist», so Verbandsvorstand Faye Malarkey Black. «Wir sehen es zu hundert Prozent genau so, dass Erste Offiziere viel Erfahrung brauchen. Doch diese sammelt man nicht zwingend einfach nur mit vielen Flugstunden», fügte sie an. Gegner der Regel haben als Argument auch angebracht, dass beide Colgan-Piloten mehr als 1500 Flugstunden gesammelt hatten.

Neue Trainingsmethoden sollen helfen

Man habe daher bereits mögliche Lösungen erarbeitet, um die Qualifikationen der Piloten zu fördern, auch ohne dass 1500 Flugstunden nötig sind, heißt es vom Verband. Wie genau diese Lösungen aussehen, ist aber noch nicht bekannt. Mit diesen Vorschlägen muss die Regional Airline Association dann die Federal Aviation Administration FAA überzeugen. Die Behörde legt die Regeln für die Luftfahrt in den USA fest.

Die Airlines bekommen ausgerechnet von den Piloten Gegenwind für ihr Anliegen. Die Air Line Pilots Association ist der größte Pilotenverband Nordamerikas. Um die Sicherheit der Luftfahrt in den USA zu gewährleisten sei es enorm wichtig, dass die Regeln nicht abgeändert werden, so Gewerkschaftspräsident Tim Canoll zur Nachrichtenagentur Bloomberg.

Mehr zum Thema

Boeing AH-64 Apache: Absolvierte seinen Erstflug im September 1975.

Boeing AH-64 Apache: Der Krieger, der nicht in Rente geht

Boeing 737: ICE Air soll im Juli 2027 starten.

US-Abschiebe-Airline ICE Air startet im Sommer 2027

Gezeichnet per Flugverlauf: Gratulation an die USA.

Cessna Skylane gratuliert den USA am Himmel - mit Schriftzug und Umriss des Landes

Fünf TBM Avenger der US Navy: Die Bomber kehrten von einer Übung nicht zurück.

Wie ein Navigationsfehler den Mythos Bermuda-Dreieck begründete

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin