PersonalmangelUS-Regionalairlines wollen Gesetzeslockerung

Nach einem tödlichen Absturz wurden die Mindestanforderungen für Piloten in den USA erhöht. Die Regionalairlines des Landes wollen das nun rückgängig machen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Regelbuch der Luftfahrt wird mit Blut geschrieben – dieses makabre Sprichwort der Branche traf auch zu, als die amerikanischen Gesetzgeber die Regeln für die Mindest-Flugstunden von Piloten anpassten. Nachdem klargeworden war, dass der Absturz einer Maschine von Colgan Air im Februar 2009 aufgrund eines Pilotenfehlers erfolgt war, hatte man festgelegt, dass ein Pilot mindestens 1500 Flugstunden gesammelt haben muss, bevor er für eine Airline fliegen darf. Beide Piloten im Cockpit der Unglücksmaschine hatten Warnmeldungen nicht verstanden, die sie eigentlich hätten erkennen müssen.

Jetzt wollen die amerikanischen Regionalairlines diese Regel wieder gestrichen sehen. Der Grund: Sie finden nicht mehr schnell genug Nachwuchs, so der Branchenverband Regional Airline Association. «Ich glaube, es gibt keinen einzigen Regionalanbieter, der nicht betroffen ist», so Verbandsvorstand Faye Malarkey Black. «Wir sehen es zu hundert Prozent genau so, dass Erste Offiziere viel Erfahrung brauchen. Doch diese sammelt man nicht zwingend einfach nur mit vielen Flugstunden», fügte sie an. Gegner der Regel haben als Argument auch angebracht, dass beide Colgan-Piloten mehr als 1500 Flugstunden gesammelt hatten.

Neue Trainingsmethoden sollen helfen

Man habe daher bereits mögliche Lösungen erarbeitet, um die Qualifikationen der Piloten zu fördern, auch ohne dass 1500 Flugstunden nötig sind, heißt es vom Verband. Wie genau diese Lösungen aussehen, ist aber noch nicht bekannt. Mit diesen Vorschlägen muss die Regional Airline Association dann die Federal Aviation Administration FAA überzeugen. Die Behörde legt die Regeln für die Luftfahrt in den USA fest.

Die Airlines bekommen ausgerechnet von den Piloten Gegenwind für ihr Anliegen. Die Air Line Pilots Association ist der größte Pilotenverband Nordamerikas. Um die Sicherheit der Luftfahrt in den USA zu gewährleisten sei es enorm wichtig, dass die Regeln nicht abgeändert werden, so Gewerkschaftspräsident Tim Canoll zur Nachrichtenagentur Bloomberg.

Mehr zum Thema

ticker-usa

U.S. Air Force verlängert Einsatz von Boeing B-1 und Northrop Grumman B-2

ticker-usa

Pilotenverband fordert Reform bei medizinischer Zulassung in den USA

santa monica douglas dc 3 monument

Einer der ältesten Flughäfen der USA macht dicht - einst baute Douglas dort Flugzeuge

Gulfstream G650: Ließ sich der Sohn des Ex-Präsidenten samt Gattin einladen?

Regierung der USA kauft auch zwei Gulfstream G650 für Abschiebeflotte

Video

Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin