... als der russische Superjet ...

Bis zu 140 PlätzeUnited Aircraft brütet über Stretch-Superjet

Der russische Luftfahrtkonzern überlegt sich, eine größere Version des Superjet 100 zu bauen. Doch zuerst will United Aircraft Corporation ein anderes Projekt beenden.

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Vor zwei Jahren dachte man in Russland noch an eine Schrumpfung: Hersteller Sukhoi gab bekannt, eine kleinere Variante des Superjet 100 zu entwickeln. Die bisherige Version SSJ100/95 bietet in einer Einklassenkonfiguration 95 Passagieren Platz, die neue hätte 75 Reisende aufnehmen können.

Auch einen Kunden für die kleinere Superjet-Version SSJ100/75 gab es bereits. S7 Airlines unterzeichnete 2018 eine Absichtserklärung zum Kauf von mindestens 50 Exemplaren. Später aber zog sich die Fluggesellschaft zurück, weil der Hersteller sie nicht in die Entwicklung einbeziehen wollte. Das habe «katastrophale Folgen», sagte damals Vorstandsvorsitzender Vladislav Filev. Das Projekt wurde danach auf Eis gelegt.

Superjet mit bis zu 140 Plätzen

Nun denkt man in die andere Richtung. Der russische Luftfahrtkonzern United Aircraft Corporation UAC prüfe eine Stretch-Version des Superjets, berichtet die Zeitung  Vedomosti. Sie bezieht sich auf zwei Insider sowie zwei Vertreter der Regierung. Konkret schaue man sich 115, 120, 125, 130 und 140 Plätze an. Damit käme der Superjet in die Größenordnung von Embraer E190-E2, E195-E2 sowie Airbus A319 und A220.

Offenbar führt das Moskauer Aerodynamik-Institut Tsagi bereits erste Tests durch. Dabei werde das Verhalten des Superjets bei der Erweiterung der Sitzplatzkapazität simuliert. Doch bevor ein möglicher SSJ100/115, /120, /125, /130 oder /140 auch wirklich gebaut wird, will die russische Luftfahrtindustrie ein anderes Projekt beenden.

Nicht alle begeistert von Idee

United Aircraft Corporation arbeitet derzeit am Projekt Superjet New. Dabei geht es darum, den Flieger russischer zu machen. So soll unter anderem das Fahrwerk künftig ebenso aus Russland kommen wie das Triebwerk. Erst danach könne man überhaupt über einen Stretch sprechen, so Vedomosti mit Bezug auf die Quellen. Zudem wolle man endlich den Service im laufenden Betrieb verbessern. Immer wieder haben sich Betreiber über lange Standzeiten wegen fehlender Ersatzteile beklagt.

Bei United Aircraft Corporation UAC sind aber offenbar nicht alle begeistert von der Idee eines größeren Superjets. Denn er könnte dann das andere Produkt konkurrieren: die Irkut MS-21.

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