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Cobalt Air

Und noch ein Grounding in Europa

Die zyprische Cobalt Air stellt ihre Flüge ein. Offenbar haben ihre Geldgeber finanzielle Probleme.

Simeon Lüthi/aeroTELEGRAPH

Airbus A320 von Cobalt Air: Die Flieger bleiben am Boden.

Frei nach Shakespeare könnte man sagen: Es ist etwas faul in der Luftfahrt Europas. Nur zwei Wochen nach dem Grounding von Primera Air ist die nächste europäische Fluggesellschaft am Ende. Cobalt Air stellte am Mittwochabend (17. Oktober) um 23.50 Uhr alle Flüge ein, wie das Unternemen bestätigt.

Bereits Anfang Oktober wurden Gerüchte laut, dass die zyprische Airline Geldprobleme hat und die fälligen Raten für das Leasing zweier Flieger nicht mehr zahlen konnte. Das hatte zum Grounding der beiden Flieger geführt, was wiederum Verspätungen und Ausfälle nach sich zog.

Erst seit 2016 in der Luft

Cobalt hob 2016 erstmals ab, nachdem die Nationalairline Cyprus Airways pleite gegangen war. Laut der Zeitung Economy Today hat Cobalt Air nur noch 15 Millionen Dollar an Reserven. Diese, so heißt es, würden nun genutzt, um die Angestellten zu bezahlen.

Was der Grund für die klamme Finanzlage ist, ist unklar. Wie interne Quellen zyprischen Medien berichteten, gibt es Probleme mit den chinesischen Investoren. Sie sollen Mühe haben, ihrer Tochter neues Geld zukommen zu lassen. 49 Prozent der Airline gehören der Holding AJ Cyprus. Die wiederum gehört der chinesischen Avic Joy Air.



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