Betankung mit SAF: In den USA nicht mehr Priorität.

USA verlieren WettbewerbsvorteilDonald Trumps Politik bremst nachhaltigen Flugtreibstoff aus

Nachhaltiger Treibstoff gilt als Schlüssel zum klimafreundlichen Fliegen. Doch nach dem Stopp des Förderprogrammen unter Präsident Donald Trump ist unklar, ob die USA ihre ehrgeizigen Produktionsziele noch erreichen können.

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Die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus sorgt seit Monaten weltweit für Chaos. Wirtschaftlich, politisch und auch in der Luftfahrt. Die Politik des Präsidenten der USA könnte den ambitionierten Klimaplan der Branche empfindlich treffen. In Gefahr sind die Ziele zum Thema Sustainable Aviation Fuel oder kurz SAF, wie man nachhaltigen Treibstoff gemeinhin nennt. Es sind der Schlüsselfaktor, um die Emissionen des Luftverkehrs bis 2050 zu senken. Doch, um es zu den nötigen Menschen zu schaffen, muss die Politik etwas tun.

Die USA galten in der Branche eigentlich als Vorbild, was die Förderung der nachhaltigen Kraftstoffe anging. Lufthansa, Air France und Co. nannten das Land lange als Beispiel, wie man die Ziele erreichen kann. Unter Präsident Joe Biden hatte die SAF-Produktion einen regelrechten Aufschwung erlebt.

Biden führte viel Anreize für SAF-Produktion ein

Dank des 2022 eingeführten Inflation Reduction Act gab es Steuergutschriften von 1,25 Dollar pro Gallone sowie fast 300 Millionen Dollar an Investitionen. Das Ziel: drei Milliarden Gallonen nachhaltiger Treibstoff bis 2030 und eine vollständige Deckung des Inlandsbedarfs bis 2050. Die Produktion wuchs von fünf Millionen Gallonen im Jahr 2021 auf 93 Millionen Gallonen in den ersten drei Quartalen 2024.

Doch der Kurswechsel kam schnell. Am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit fror Trump die Umsetzung des Gesetzes ein. Die neue Executive Order Unleashing American Dominance setzt weniger auf Klimaschutz und hinterlässt Produzenten in Unsicherheit, berichtet International Airport Review.

Trump rudert wieder zurück

So stoppte das Unternehmen CVR Energy schon im Februar 2025 die SAF-Produktion, bis Klarheit über die Fortführung der Steueranreize herrscht. Gleichzeitig wurde zwar ein SAF-Raffinerie-Kredit in Montana genehmigt. Auch Southwest Airlines gab bekannt, die Bemühungen in die Richtung einzustellen.

Branchenkenner warnen vor einem Einbruch. Ohne diese Steuervergünstigung ließen sich die hohen Produktionskosten im Vergleich zu Kerosin kaum ausgleichen, schreibt das Fachportal SAF Investor. Zwar sorgen Bundesstaaten wie Washington, Illinois oder Minnesota mit eigenen Programmen für Stabilität, doch für eine skalierbare Produktion sei ein abgestimmtes Anreizpaket aus Bundes- und Landesförderung nötig.

USA könnten Wettbewerbsvorteil verlieren

Ob die USA ihr 2030-Ziel noch erreichen, ist offen. Zwar gibt es Projekte, die zwischen 2,6 und 4,9 Milliarden Gallonen liefern könnten, doch politische Unsicherheit gefährdet diese Prognosen. Während die EU und Großbritannien mit klaren Quoten und Strafen arbeiten, setzt Amerika bislang auf Anreize. Bleibt der Kurs wackelig, droht der Vorsprung der USA im internationalen Wettbewerb zu schwinden.

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