Boeing 777 von ANA: Japanische Airline untersucht Recycling-Kerosin aus Abgasen.

Hergestellt aus CO2All Nippon Airways will aus Abgasen Treibstoff machen

Japans größte Fluglinie verbündet sich mit fünf großen Industrieunternehmen. Zusammen mit ihnen untersucht All Nippon Airways die Nutzung von Kerosin, das aus Abgasen gewonnen wurde.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Noch steckt All Nippon Airways ANA mitten in der Coronakrise. Doch Japans größte Airline denkt bereits an Zeiten nach der Pandemie. Mit frisch beschafften Aktiengeldern präsentierte die Fluglinie erst vergangene Woche mittel- bis langfristige Wachstumspläne, die etwa die Anschaffung von neuen Boeing 787 Dreamliner vorsehen.

War der Klimawandel noch im vergangenen Jahr gewittert oben auf der Agenda vieler Fluglinien, wurde es seit Corona um viele angekündigte Umweltprojekte still. Doch auch in Sachen Klima-Versprechen knüpft ANA wieder an alte Zeiten an: Die Japaner untersuchen die Nutzung von Treibstoff, der aus Abgasen gewonnen wird.

Toshiba als Partner

Es geht dabei um Kerosin, das aus Kohlenstoffdioxid gewonnen wird. Besser in seiner chemischen Formel als CO2 bekannt, entsteht das Gas unter anderem als Emission bei der Verbrennung von Treibstoffen. Zusammen mit fünf weiteren japanischen Großunternehmen wird ANA Verfahren für CO2-Recycling untersuchen, heißt es in einer Mitteilung.

Entsprechende Technologien werden von Toshiba bereitgestellt. Der Elektronik-Gigant ist einer der Partner des Projekts. Woher das umzuwandelnde CO2 entnommen wird, sagt das Konsortium nicht genau. Vage ist von industriellen Quellen die Rede - dabei könnte es sich zum Beispiel um Abgase aus Fabriken handeln.

Auch Vertrieb unter der Lupe

Zur Umwandlung ist die Nutzung von sogenannten Power-To-Chemicals-Verfahren geplant. Elektrische Energie wird dabei für chemische Prozesse genutzt. Laut dem Konsortium soll dafür Ökostrom genutzt werden. Nicht nur werden ANA und die Partner die Produktion des Recycling-Kerosins untersuchen, sondern auch Geschäftsmodelle und Lieferketten für dessen Vertrieb.

Mehr zum Thema

Flugzeug: Alternative Treibstoffe können aus Energiepflanzen wie etwa Leindotter gewonnen werden.

Airbus, Boeing, KLM und Co. fordern Biokerosin-Pflicht

Das Testtriebwerk von Rolls-Royce: Hängt in Derby in Großbritannien.

Rolls-Royce will Triebwerke ganz mit Biokerosin antreiben

Die Piper M, die mit einer Kombination aus Batterien und Brennstoffzellen abhob und landete: Weltpremiere.

Piper absolviert Jungfernflug mit Wasserstoff

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin