Boeing 777 von ANA: Japanische Airline untersucht Recycling-Kerosin aus Abgasen.

Hergestellt aus CO2All Nippon Airways will aus Abgasen Treibstoff machen

Japans größte Fluglinie verbündet sich mit fünf großen Industrieunternehmen. Zusammen mit ihnen untersucht All Nippon Airways die Nutzung von Kerosin, das aus Abgasen gewonnen wurde.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Noch steckt All Nippon Airways ANA mitten in der Coronakrise. Doch Japans größte Airline denkt bereits an Zeiten nach der Pandemie. Mit frisch beschafften Aktiengeldern präsentierte die Fluglinie erst vergangene Woche mittel- bis langfristige Wachstumspläne, die etwa die Anschaffung von neuen Boeing 787 Dreamliner vorsehen.

War der Klimawandel noch im vergangenen Jahr gewittert oben auf der Agenda vieler Fluglinien, wurde es seit Corona um viele angekündigte Umweltprojekte still. Doch auch in Sachen Klima-Versprechen knüpft ANA wieder an alte Zeiten an: Die Japaner untersuchen die Nutzung von Treibstoff, der aus Abgasen gewonnen wird.

Toshiba als Partner

Es geht dabei um Kerosin, das aus Kohlenstoffdioxid gewonnen wird. Besser in seiner chemischen Formel als CO2 bekannt, entsteht das Gas unter anderem als Emission bei der Verbrennung von Treibstoffen. Zusammen mit fünf weiteren japanischen Großunternehmen wird ANA Verfahren für CO2-Recycling untersuchen, heißt es in einer Mitteilung.

Entsprechende Technologien werden von Toshiba bereitgestellt. Der Elektronik-Gigant ist einer der Partner des Projekts. Woher das umzuwandelnde CO2 entnommen wird, sagt das Konsortium nicht genau. Vage ist von industriellen Quellen die Rede - dabei könnte es sich zum Beispiel um Abgase aus Fabriken handeln.

Auch Vertrieb unter der Lupe

Zur Umwandlung ist die Nutzung von sogenannten Power-To-Chemicals-Verfahren geplant. Elektrische Energie wird dabei für chemische Prozesse genutzt. Laut dem Konsortium soll dafür Ökostrom genutzt werden. Nicht nur werden ANA und die Partner die Produktion des Recycling-Kerosins untersuchen, sondern auch Geschäftsmodelle und Lieferketten für dessen Vertrieb.

Mehr zum Thema

Flugzeug: Alternative Treibstoffe können aus Energiepflanzen wie etwa Leindotter gewonnen werden.

Airbus, Boeing, KLM und Co. fordern Biokerosin-Pflicht

Das Testtriebwerk von Rolls-Royce: Hängt in Derby in Großbritannien.

Rolls-Royce will Triebwerke ganz mit Biokerosin antreiben

Die Piper M, die mit einer Kombination aus Batterien und Brennstoffzellen abhob und landete: Weltpremiere.

Piper absolviert Jungfernflug mit Wasserstoff

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies