Boeing 737 von Turkish Airlines: Ein langer Weg zurück zur Normalität

KriseTurkish Airlines glaubt an baldige Erholung

Die Tourismusindustrie in der Türkei steckt in einer tiefen Krise. Dennoch glaubt Turkish Airlines schon 2018 wieder auf den alten Wachstumspfad zurückfinden zu können. Noch sieht es aber nicht danach aus.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Zahlen sind dramatisch. Deutsche Urlauber und Geschäftsreisende: minus 30 Prozent. Schweizer Urlauber und Geschäftsreisende: minus 43 Prozent. Österreichische Urlauber und Geschäftsreisende: minus 36 Prozent. Total minus 30 Prozent. 2016 war für die Tourismusindustrie der Türkei ein Desaster, wie die offiziellen Zahlen zeigen.

Diverse Terroranschläge, der mysteriöse Putschversuch und zuletzt die Verlängerung des Ausnahmezustandes zeigen Wirkung. Sie schrecken Reisende ab. Das spürt auch Nationalairline Turkish Airlines. Sie musste wegen der Krise ein Zehntel ihrer Flotte stilllegen. Doch das reichte nicht. Im vergangenen Jahr flog Turkish Airlines zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder einen Verlust ein. 47 Millionen Lira betrug das Minus, umgerechnet 12 Millionen Euro.

Politische Eskalation bremst

Für Turkish Airlines ist das neu. Das letzte Mal schrieb sie im Jahr 2000 rote Zahlen. Und 2015 hatte sie noch einen Reingewinn von 3 Milliarden Lira oder 767 Millionen Euro erwirtschaftet. Auch die Passagierzahlen nahmen 2016 nur noch 3 Prozent zu, nachdem sie zuvor im Rahmen des Expansionskurses 13 Jahre lang zweistellig gewachsen waren. Das neue Management unter Vorstandsvorsitzender Bilal Ekşi will nun das Steuer herumreißen.

Dieses Jahr erwartet Turkish Airlines noch ein stagnierendes Geschäft, schon 2018 aber soll die Fluggesellschaft wieder zurück auf den alten Wachstumspfad finden. Noch kann man das in den Tourismuszahlen nicht ablesen. Die Ankünfte lagen im Januar 10 Prozent unter dem Vorjahr und 15 Prozent tiefer als vor zwei Jahren. Die aktuelle politische Eskalation zwischen dem Westen und der Türkei hilft auch nicht, den Trend umzukehren.

Umsteigepassagiere bleiben wohl skeptisch

Doch es gibt auch positive Punkte für die Türkei und ihre nationale Fluggesellschaft. Die neue Verbrüderung zwischen Moskau und Ankara hilft der Tourismusindustrie sehr. Nach den Deutschen sind die Russen die wichtigste Gruppe von Reisenden im Lande. 2015 waren mehr als vier Millionen von ihnen in die Türkei gereist.

Im Westen wird die Skepsis aber wohl noch einige Zeit groß bleiben. Und das stellt auch die Strategie von Turkish Airlines in Frage, Umsteigepassagiere via das Drehkreuz Istanbul nach Asien und Afrika zu verteilen. Der Weg zurück in die Normalität wird auf jeden Fall hart.

Lufthansa und Golfairlines atmen auf

Davon profitieren alle europäischen Anbieter wie Lufthansa. Sie haben in den letzten Jahren viele Passagiere an Turkish Airlines verloren, auch weil Istanbul ein guter Ort zum Umsteigen ist und die Fluglinie ein extrem dichtes Streckennetz hat. Doch auch die Golfairlines profitieren. Turkish positioniert sich auch als Alternative zu ihnen - zumindest war das der Plan.

Mehr zum Thema

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines prüft Gründung von Leasingtochter in Irland

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines erzielt 2025 Betriebsgewinn von 2,2 Milliarden Dollar

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines startet Codeshare mit Air Montenegro

ticker-turkish-airlines

Gespräche: Turkish Airlines soll Eriwan mit Los Angeles verbinden

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack