Blick aus einem Flieger von Corsair: Das Übernahmeverfahren zieht sich hin.

Übernahme durch Intro AviationTui soll bei Corsair an Bord bleiben

Planänderung beim Verkauf der französischen Fluggesellschaft. Tui soll als Minderheitsaktionär neben den Investoren aus Deutschland und den USA an Corsair beteiligt bleiben.

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Wenn es um wirtschaftliche Dinge geht, ist es in Frankreich nie einfach. Das musste auch die deutsche Beteiligungsgesellschaft Intro Aviation lernen, die seit vergangenem Frühjahr über den Kauf von Corsair verhandelt. Der Reisekonzern Tui will seine französische Fluggesellschaft verkaufen. Eine grundsätzliche Vereinbarung zum Geschäft wurde am 9. Oktober abgeschlossen. Doch um die Details wird weiterhin gefeilscht.

Nun gibt es offenbar neue Pläne. Bisher war geplant, dass Intro Aviation zusammen mit dem amerikanischen Fonds Crestline 80 Prozent der Aktien von Corsair übernimmt. 20 Prozent sollten die Angestellten bekommen. Nun ist geplant, dass Tui an Bord bleibt. Der Reisekonzern soll 25 Prozent der Anteile behalten. Intro und Crestline sollen 55 Prozent bekommen und die Angestellten weiterhin 20 Prozent, wie die Zeitung La Tribune schreibt.

Verzögerungen absehbar

Offenbar war der Verbleib von Tui im Aktionariat ein Wunsch der Angestellten. Sie erhoffen sich davon eine Absicherung, sollte es bei Corsair nicht gut laufen. Ein börsennotierter Konzern erscheint ihnen da als eine Art Versicherung bei finanziellen Schwierigkeiten.

Die neue Ausgangslage wirft den Zeitplan über den Haufen. Eigentlich war geplant, dass die  Konsultation der Mitarbeiter von Corsair bis Mitte Januar dauert. Nun soll sie sich bis Ende Februar hinziehen, wie das Blatt schreibt.

Basis in Orly

Corsair wurde 1981 gegründet. 19 Jahre später übernahm Tui das Unternehmen. Heute ist die Fluggesellschaft mit Basis am Flughafen Paris-Orly auf Urlaubsflüge spezialisiert. Vergangenes Jahr flog sie mehr als 1,2 Millionen Passagiere zu den französischen Antillen, an die Elfenbeinküste, nach Kanada, Kuba, Madagaskar, Mauritius, Réunion und Senegal.

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