Propeller einer De Havilland Dash 8-400: Kommt bald Konkurrenz aus der Türkei?

Bis zu 90 SitzeTürkei will eigenes Turboprop-Flugzeug bauen

In Russland hat ein neues Turboprop-Modell den Erstflug absolviert, in Brasilien grübelt man noch über den nächsten Propeller-Flieger. Und jetzt will auch die Türkei mitmischen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Den Markt der größeren Turboprop-Passagierflieger beherrschen seit Jahren ATR und De Havilland. Doch nun machen sich mehrere Firmen daran, für Konkurrenz zu sorgen. In Russland hat die Il-114-300 mit Platz für bis zu 68 Passagiere ihren Erstflug absolviert.

In Brasilien will Embraer sogar eine neue Turbopropmaschine mit bis zu 100 Plätzen entwickeln, gerne in einer internationalen Partnerschaft. In Leipzig arbeitet Deutsche Aircraft an der D328 Eco mit Platz für 43 Reisende. Und jetzt möchte auch der staatliche türkische Luft- und Raumfahrtkonzern Turkish Aerospace Industries eine Turbopro bauen.

Turkish Aerospace will bis zu 90 Sitze

Turkish-Aerospace-Chef Temel Kotil sagte in einem Interview mit dem Portal Air Transport News: «Wir wollen Turboprop-Flugzeuge für Fluggesellschaften produzieren.» Die derzeitige Krise mache den Airlines zwar zu schaffen, da aber viele Flugzeuge aus dem Betrieb genommen würden, sei danach ein Anstieg der Bestellungen zu erwarten.

«Wir sehen einen wachsenden Bedarf nach Turboprop-Flugzeugen», so Kotil weiter. Man habe dabei eine Kapazität von 70 bis 90 Sitzen im Auge. Gespräche mit möglichen Partnern laufen laut Kotil bereits, allerdings noch ohne spruchreife Ergebnisse.

Für 328 gab es auch Pläne in der Türkei

Turkish Aerospace produziert als Zulieferer bereits Teile für Boeing, Airbus und andere Hersteller. Ihren Bereich für die Produktion von Verbundwerkstoffen will das türkische Staatsunternehmen künftig noch weiter ausbauen.

Vor 15 Jahren gab es schon einmal ein Flugzeugprojekt in der Türkei. Die amerikanische Sierra Nevada Corporation und das türkische Transportministerium wollten 2016 die Dornier 328 neu aufleben lassen. Im Kern ging es um eine Jet-Variante mit dem Namen TR Jet, aber auch eine Turboprop-Version war geplant. Für später waren größere Varianten mit Platz für 60 bis 70 Passagiere vorgesehen. Umgesetzt wurde all das nie, da die Regierung zu wenig Potenzial für den Flieger sah, der sein Comeback nun in Leipzig erleben soll.

Mehr zum Thema

Ilyushin Il-114-300 beim Erstflug: Die Premiere ...

Russland bringt Turbopropflieger Il-114-300 in die Luft

Erste Skizzen des neuen Turbopropflugzeuges von Embraer, die der Hersteller verbreitet hat.

Embraer will 100-plätzigen Turbopropflieger bauen

Die Neuversion der Dornier 328 wird ein rundum modernisiertes Flugzeug sein.

Deutsche Aircraft verrät erste Details zur neuen Dornier 328

Der albanische Regierungsflieger: Der Airbus A319 gehört nun Albanien.

Türkei schenkt Albanien einen Airbus A319

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin