Propeller einer De Havilland Dash 8-400: Kommt bald Konkurrenz aus der Türkei?

Bis zu 90 SitzeTürkei will eigenes Turboprop-Flugzeug bauen

In Russland hat ein neues Turboprop-Modell den Erstflug absolviert, in Brasilien grübelt man noch über den nächsten Propeller-Flieger. Und jetzt will auch die Türkei mitmischen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Den Markt der größeren Turboprop-Passagierflieger beherrschen seit Jahren ATR und De Havilland. Doch nun machen sich mehrere Firmen daran, für Konkurrenz zu sorgen. In Russland hat die Il-114-300 mit Platz für bis zu 68 Passagiere ihren Erstflug absolviert.

In Brasilien will Embraer sogar eine neue Turbopropmaschine mit bis zu 100 Plätzen entwickeln, gerne in einer internationalen Partnerschaft. In Leipzig arbeitet Deutsche Aircraft an der D328 Eco mit Platz für 43 Reisende. Und jetzt möchte auch der staatliche türkische Luft- und Raumfahrtkonzern Turkish Aerospace Industries eine Turbopro bauen.

Turkish Aerospace will bis zu 90 Sitze

Turkish-Aerospace-Chef Temel Kotil sagte in einem Interview mit dem Portal Air Transport News: «Wir wollen Turboprop-Flugzeuge für Fluggesellschaften produzieren.» Die derzeitige Krise mache den Airlines zwar zu schaffen, da aber viele Flugzeuge aus dem Betrieb genommen würden, sei danach ein Anstieg der Bestellungen zu erwarten.

«Wir sehen einen wachsenden Bedarf nach Turboprop-Flugzeugen», so Kotil weiter. Man habe dabei eine Kapazität von 70 bis 90 Sitzen im Auge. Gespräche mit möglichen Partnern laufen laut Kotil bereits, allerdings noch ohne spruchreife Ergebnisse.

Für 328 gab es auch Pläne in der Türkei

Turkish Aerospace produziert als Zulieferer bereits Teile für Boeing, Airbus und andere Hersteller. Ihren Bereich für die Produktion von Verbundwerkstoffen will das türkische Staatsunternehmen künftig noch weiter ausbauen.

Vor 15 Jahren gab es schon einmal ein Flugzeugprojekt in der Türkei. Die amerikanische Sierra Nevada Corporation und das türkische Transportministerium wollten 2016 die Dornier 328 neu aufleben lassen. Im Kern ging es um eine Jet-Variante mit dem Namen TR Jet, aber auch eine Turboprop-Version war geplant. Für später waren größere Varianten mit Platz für 60 bis 70 Passagiere vorgesehen. Umgesetzt wurde all das nie, da die Regierung zu wenig Potenzial für den Flieger sah, der sein Comeback nun in Leipzig erleben soll.

Mehr zum Thema

Ilyushin Il-114-300 beim Erstflug: Die Premiere ...

Russland bringt Turbopropflieger Il-114-300 in die Luft

Erste Skizzen des neuen Turbopropflugzeuges von Embraer, die der Hersteller verbreitet hat.

Embraer will 100-plätzigen Turbopropflieger bauen

Die Neuversion der Dornier 328 wird ein rundum modernisiertes Flugzeug sein.

Deutsche Aircraft verrät erste Details zur neuen Dornier 328

Die TC-GVC: Der Airbus A319 geht nun fest an Albanien.

Türkei schenkt Albanien einen Airbus A319

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin