Erste Skizzen des neuen Turbopropflugzeuges von Embraer, die der Hersteller verbreitet hat.

Konkurrenz für ATR und Dash 8Embraer will 100-plätzigen Turbopropflieger bauen

Die Pläne des brasilianischen Flugzeugbauers für einen neuen Turbopropflieger werden immer konkreter. Doch Embraer braucht zur Umsetzung noch etwas Zentrales: mehrere Partner.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Vor 19 Jahren war Schluss. Im Jahr 2001 stoppte Embraer die Produktion seiner EMB 120 mit Platz für bis zu 30 Passagiere. Und damit verabschiedete sich der brasilianische Flugzeugbauer auch aus dem Geschäft mit propellergetriebenen Passagierflugzeugen.

Schon seit einiger Zeit hat man am Embraer-Sitz in São José dos Campos jedoch wieder Lust auf den Bau eines Turbopropflugzeuges. Er sehe großes Potenzial in regionalen Verbindungen, die mit kleineren Flugzeugen angeboten wird. «Das ist unsere DNA», sagte 2019 John Slattery, der damalige Chef der Zivilflugzeugsparte. Als Teil einer finanzstärkeren Gruppe «können wir Flugzeuge entwickeln, die sonst nicht von uns entwickelt worden wären», fuhr er fort.

ATR und Dash 8 stammen aus Achtzigerjahren

Doch dann platze der Deal mit Boeing und die Corona-Krise brach über die Welt herein. Embraer brauchte Unterstützung vom Staat. Dennoch hat der Flugzeugbauer die Lust am Projekt Turboprop nicht verloren. Konzernchef Francisco Gomes Neto sagte kürzlich dem Magazin Aviation Week, um es voranzutreiben, brauche man aber zwei oder drei Partner. Alleine könne man die Entwicklung eines neuen Flugzeuges aktuell nicht stemmen. Die Kosten bis zur Serienreife werden auf rund zehn Milliarden Dollar geschätzt.

Die Idee habe aber Potenzial, so Gomes Neto. Denn die heute am meisten verbreiteten Turboprops – die ATR 42 und 72 sowie die De Havilland Canada Dash 8 – stammen aus den Achtzigerjahren. Man plane daher ein revolutionäres Flugzeug, so Rodrigo Silva e Souza, Marketingchef der Zivilflugzeugsparte von Embraer in einem Interview mit dem Airfinance Journal.

Deutlich geringerer Verbrauch

Man wolle ein großes propellergetriebenes Passagierflugzeug mit 70 bis 100 Plätzen bauen, verriet der Manager. Der größte Passagier-Turboprop ist bisher eine Variante der Dash 8-400. Sie bietet 90 Reisenden Platz, ist aber bisher kein Verkaufsrenner, da mit der Verdichtung der Komfort leidet.

Im Betrieb soll die neue Turbopropmaschine von Embraer deutlich günstiger als die Modell der Konkurrenz sein, so Silva e Souza. Man peile hier Einsparungen von 15 bis 30 Prozent gegenüber dem aktuell effizientesten Turboprop an. Auch einen Projektnamen gibt es bereits.

Projektname: Brasilhão

Die Embraer EMB 120 trug den Namen Brasilia, so wie die Hauptstadt des Landes. Die neue Maschine heißt vorerst Brasilhão - eine Vergrößerungsform für die Urmaschine.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die ersten Skizzen des neuen Turbopropfliegers von Embraer.

Mehr zum Thema

Triebwerk einer ATR 72-600: Mischt Embraer künftig im Turbopropmarkt mit?

Embraers Turboprop könnte schon 2025 fliegen

Turbopropflieger Embraer EMB 120: Wird seit 2007 nicht mehr gebaut.

Embraer könnte neue Turboprop mit Partner bauen

EMB 110 Bandeirante:  Embraer might go back to its roots.

Embraer hat große Lust auf Turboprops

ticker-brasilien

Brasilien verschärft Informationspflichten bei Flugausfällen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier