Neuer Flughafen von Istanbul: Zugvögel, Scherwinde und Zugvögel sollen Probleme machen.

Probleme am neuen FlughafenVögel, Scherwinde und Nebel plagen Istanbul

Bereits vor dem Bau wurde Istanbuls neuer Flughafen wegen seiner Lage in der Nähe von Zugvogel-Routen kritisiert. Auch das Wetter stört den Betrieb.

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Anfang April tauschten der Atatürk Airport und sein Nachfolger Istanbul Airport ihre Kürzel. Über Nacht wurde damals der größte Teil des Flugverkehrs auf den neuen Flughafen der türkischen Metropole übertragen. Nun ist das Megaprojekt voll in Betrieb. Vier Monate später zeichnen sich aber ab, dass die Lage des neuen Airports nicht ideal ist.

Seit der Inbetriebnahme mussten Piloten in 179 Fällen  die Landung auf den neuen Flughafen Istanbul abbrechen und durchstarten. Dies erklärte Verkehrsminister Mehmet Cahit Turhan nach Berichten mehrerer türkischen Medien. Ein Grund: Direkt vor dem Flughafen liegt eines der größten Zugvogelgebiete der Welt. Nicht nur Naturschutzverbände kritisierten deshalb den Standort schon früh. Auch Piloten und Experten befürchteten Kollisionen mit größeren Vögeln, die für die Triebwerke von Passagierflugzeugen zur Gefahr werden können.

Deutlich mehr Vögel

Das Problem könnte in den nächsten Monaten größer werden. Denn die Hauptsaison für Zugvögel steht in Istanbul erst im Herbst an. Während in den Sommermonaten laut Experten etwa 600.000 Vögel das Gebiet im Norden von Istanbul durchkreuzen, sind es alleine im Oktober mehr als eine Millionen Störche. Insgesamt durchkreuzen ungefähr 200 Vogelarten das Gebiet, darunter auch Flamingos. Zwar kannte auch der Atatürk Airport das Problem, doch dort war die Zahl der Vögel gemäß Experten 80 Prozent tiefer.

Doch auch das Wetter soll für die Komplikationen am Istanbul Airport verantwortlich sein. So sorgten berüchtigte Scherwinde sowie Turbulenzen für etwas mehr als 20 Durchstartmanöver. Und auch dichter Nebel bescherte dem neuen Flughafen an der Schwarzmeer-Küste im Mai Flugumleitungen, als für mehrere Tage teilweise Sichtweiten unter zehn Meter herrschten.

Vorgänger besser vor Nebel geschützt

Experten warnten zuvor vergebens, dass sich der Ort wegen der Wetterlagen nördlich von Istanbul schlecht eigne. Der Vorgängerflughafen war aufgrund seiner Lage südlich der Stadt besser von dem Nebel abgeschirmt, der sich oft über das Schwarze Meer kommend über die Stadt legt. Verkehrsminister Cahit Turhan räumte auf Anfrage einer Oppositionspartei bereits ein, dass aufgrund der Probleme besonders im Frühling und im Herbst mit längeren Wartezeiten am Flughafen zu rechnen sei, schreibt die Stuttgarter Zeitung.

Auch an der Infrastruktur sollen bereits Mängel aufgetreten sein. So haben sich Passagiere über bröckelnde Gehwegplatten beschwert. Wie das türkische Aviatikseite Airport Haber vergangene Woche berichtete, tat sich in einem der Rollwege des Flughafens ein Loch auf. In Betrieb war er zu jener Zeit nicht, er war zuvor gesperrt worden.

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