Flieger von Transavia France: Reine Boeing-737-800-Flotte.

Bis Sommer 2025Transavia France will Flotte verdoppeln

Air France sieht in der Krise auch eine Chance. Ihre Billigtochter Transavia France, die bisher 40 Boeing-Flieger in der Flotte hat, soll massiv wachsen.

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1965 gründeten Unternehmer in der niederländischen Provinz Limburg Transavia. 1998 übernahm KLM die Mehrheit der Charterairline und 2003 auch noch die restlichen Anteile. Der Zusammenschluss der niederländischen Nationalairline mit Air France 2004 machte die zur Billiganbieterin umfunktionierte Fluglinie schließlich zur Tochter von Air France-KLM.

So kam es, dass drei Jahre später auch Transavia France entstand. Sie gehört mehrheitlich Air France, die niederländische Transavia hält einen Minderheitsanteil. Beide Airlines haben aktuell fast gleich große Flotten mit jeweils rund 40 Flugzeugen. Die Niederländer betreiben Boeing 737-800 und einige alte Boeing 737-700. Die Franzosen fliegen mit 40 Boeing 737-800, die ein Durchschnittsalter von etwas weniger als neun Jahren haben.

Expansion auf dem Billigfliegermarkt

Doch dabei soll es nicht bleiben. Laut Informationen der Zeitung La Tribune plant Air France, die Flottengröße ihrer Billigtochter in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Bis zum Sommer 2025 soll Transavia France rund 80 Flugzeuge betreiben. Schon bis Mitte 2021 werden acht weitere 737-800 eingeflottet sowie elf im Jahr 2022.

Transavia France soll damit bei der erhofften Erholung nach der Corona-Krise Marktanteile besetzen, die ausländische Billigairlines während der Pandemie preisgegeben haben, heißt es. Die Airline und ihr Mutterkonzern wollten den Bericht nicht kommentieren. Schon jetzt probiert sich Transavia France allerdings an neuen Zielen innerhalb Frankreichs.

Regionaltochter Hop schrumpft deutlich

So setzt Transavia seit Ende vergangener Woche erstmals auf die Bretagne und testet in den Weihnachtsferien fünf Routen: Brest - Nizza, Brest - Marseille, Brest - Montpellier, Brest - Toulouse und Rennes - Montpellier. Über die Ferien hinaus sind die Strecken sogar bis zum 26. März eingeplant. Transavia-Chefin Nathalie Stubler sagte, man sehe dort Potenzial. Wie es im Frühjahr und Sommer weitergeht, will man Anfang 2021 entscheiden.

Das geplante Wachstum von Transavia France geht einher mit der Schrumpfung von Hop. Air Frances Regionaltochter wird ihre Flotte mehr als halbieren, von 70 auf 32 Flugzeuge.

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