Fokker 28 von Toumaï Air Tchad: Letzter Flieger.

Tschad schließt Nationalairline

Das Land entzieht Toumaï Air Tchad die Lizenz. Massive Zweifel an der Sicherheit führten zum extremen Schritt.

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Die Nationalairline darf nicht mehr abheben. Toumaï Air Tchad wurde die Lizenz entzogen. «Ernsthafte Sicherheitsprobleme» nennt die Regierung des nordafrikanischen Landes als Grund für die Maßnahme. Die Fluggesellschaft flog regionale Ziele an. So standen etwa Kamerun, Gabun und die Elfenbeinküste auf dem Flugplan. Saisonal bot sie auch Flüge nach Dubai und Saudi Arabien an. «Internationale Flüge werden Toumaï und die beiden anderen Unternehmen nicht mehr anbieten», erklärte Transportminister Mahamat Aware Neissa der Nachrichtenagentur Reuters. Zugleich groundete die Regierung nämlich zweit weitere Fluggesellschaften des Landes aus demselben Grund. Der Schritt kam nach einer Untersuchung des internationalen Luftfahrtverbands IATA, der die ernsten Sicherheitsmängel aufzeigte.

Auch wenn die beiden anderen Unternehmen nicht genannt wurden - viele Möglichkeiten gibt es nicht, wer noch die Lizenz verloren haben könnte. Neben Toumai gibt es in dem Land eigentlich nur noch zwei weitere Anbieter: Air Afrique Horizon und Mid Express Tchad. Haben also wirklich auch diese beiden nun ein Flugverbot, so verbleibt in dem Land keine heimische Fluglinie mehr.

Kein Vertrauen in die Sicherheit

Die 2004 gegründete Toumaï Air Tchad hatte zuletzt nur noch ein Flugzeug, eine Fokker 28. Die letzte geleaste Boeing B737 musste sie aus finanziellen Gründen wieder abgeben. Vertrauen genießt die Airline international schon lange nicht mehr. So verbot die US-Botschaft des Landes ihren Mitarbeitenden etwa offiziell, mit der Fluggesellschaft zu fliegen, weil sie Zweifel an Sicherheit und Wartung der Flieger hatte.

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