Am Flughafen Miami haben US-Behörden bei einem Reisenden zehn lebende Vögel entdeckt, die er in seiner Hose versteckt hatte. Der Mann war mit einem Flug aus Havanna auf Kuba angekommen. Laut Gerichtsunterlagen handelte es sich um acht Yellow-faced Grassquits (Große Kubafinken) und zwei Blue Grosbeaks (Azurfinken).
Der Mann hatte sechs Kunststoffröhrchen in eigens eingenähten Taschen seiner Unterhose versteckt. Die Röhrchen waren mit Klebeband umwickelt und an den Öffnungen teilweise mit schwarzem Netz versehen. Darin transportierte er die zehn lebenden Vögel. Bei der Kontrolle fiel den Beamten eine ungewöhnliche Ausbeulung im Schritt- und Taillenbereich auf. Bei einer anschließenden Durchsuchung in einem separaten Raum entdeckten sie die Tiere.
Die Vögel gehören zu geschützten Arten und für ihre Einfuhr fehlten laut Ermittlern die erforderlichen Dokumente und Genehmigungen. Der Reisende soll erklärt haben, die Tiere seien für den persönlichen Gebrauch bestimmt gewesen. Er wurde wegen Schmuggels angeklagt. Seine erste gerichtliche Anhörung ist für Ende angesetzt. Über den Fall berichten mehrere US-Medien wie CBS Miami und NBC 6 unter Berufung auf Gerichtsunterlagen.