Thomas Flohr: Hat einen Plan mit Ciudad Real.

Schweizer will Geisterflughafen

Er ist der König der Businessfliegerei. Nun will Vistajet-Gründer Thomas Flohr den spanischen Pleite-Flughafen Ciudad Real kaufen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Risiko scheut Thomas Flohr nicht. Der Schweizer Unternehmer und Eigentümer des Businessjetanbieters Vistajet beschloss kürzlich, in den härtesten Markt der Welt einzutreten. Er stationierte erstmals Flugzeuge in den USA. Und vor Jahresfrist gab er die größte Bestellung auf, die seine Branche je gesehen hat. 56 Stück aus Bombardiers Global-Modellreihe orderte seine Vistajet, hinzu kamen 86 Optionen. Gesamtwert: 7,8 Milliarden Dollar.

Nun hat der 53-Jährige ein neues überraschendes Projekt vor Augen. Er überlegt sich offenbar, den insolventen spanischen Aeropuerto Central de Ciudad Real zu kaufen, wie die Zeitung El Pais berichtet. In der ersten Auktionsrunde fand der Konkursrichter des privaten Flughafens keinen Käufer, der alle Vorschriften erfüllte. 100 Millionen Euro war das Minimalgebot, welches er gefordert hatte. In der zweiten Auktionsrunde werden 80 Millionen Euro als Minimalpreis verlangt.

Die Region um Ciudad Real ist ein Paradies für Jäger

Warum Flohr, dessen Vermögen vom Wirtschaftsmagazin Bilanz auf 610 Millionen Euro geschätzt wird, einen Geisterflughafen kaufen will, ist nicht offiziell klar. El Pais zitiert jedoch Kreise, die es wissen wollen. Vistajet sehe in Ciudad Real ein großes Potenzial für die Privatfliegerei. Denn die umliegende Region Castilla-La Mancha gilt als Paradies für Jäger. Und genau das ist ein Hobby, welches viele der gutbetuchten Kunden von Vistajet pflegen. Sie fliegen jährlich dafür nach Spanien. Viele Multimillionäre besitzen dort ein Haus. Ein eigener, vor neugieriegen Blicken geschützter Flughafen käme da sehr gelegen.

Ciudad Real war einmal als Alternative zum chronisch überlasteten Madrid-Barajas geplant. Es wurde geklotzt, nicht gekleckert. Eine Piste von 4000 Metern, die 17 Flugbewegungen pro Stunde erlaubt; ein Terminal, das drei Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen kann; ein großer Frachtbereich. Doch die hochtrabenden Pläne wurden nie erfüllt. Im Herbst 2011 zog sich Vueling als letzte Fluggesellschaft zurück. Im April 2012 wurde der Flughafen endgültig geschlossen.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg