Armee in Bangkok Archivbild): Auch der Luftverkehr ist betroffen.

Thailand erwartet Flughafen-Chaos

Die Armee hat in Thailand die Macht ergriffen und eine Ausgangssperre verhängt. Das trifft auch Reisende aus Europa. An Flughäfen gibt es lange Wartezeiten.

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Es ging schnell. Von einem Moment auf den anderen war am 22. Mai das Militär in Thailand an der Macht. Nachrichtensender sind seither nicht mehr zu empfangen, im Radio läuft Militär- statt Popmusik. Das berichten Twitterer. Umgehend führte die Junta auch eine landesweite Ausgangssperre ein, die von 22 bis 5 Uhr dauert. Auch Touristen sind davon betroffen. Sie dürfen in der Nacht ihre Hotels nicht verlassen, wie es in einer Mitteilung der Militärregierung heißt.

Immerhin: Wer ins Ausland fliegt oder von dort kommt, ist – noch – von der Sperre ausgeschlossen. Das garantierte das neue Regime. Doch das Deutsche Auswärtige Amt warnt: «Aufgrund der Ausgangssperre müssen Reisende spätestens um 22.00 Uhr am Flughafen eingetroffen sein.» Und das Schweizer Außenministerium schreibt: «Die Demonstranten haben angekündigt, den Zugang zu den Flughäfen und den Flugbetrieb nicht zu stören. Trotzdem können Behinderungen des (Luft-)Verkehrs nicht ausgeschlossen werden».

Mindestens vier Stunden zum Airport

Man solle seine Dokumente bereit halten und mindestens vier Stunden Fahrtzeit zum Flughafen einberechnen, heißt es auch in einer Mitteilung der Flughafenvereinigung Thailands. Es könne daher sein, dass es deutlich hektischer zugehe als sonst. Eine ganze Reihe Länder warnen ihre Reisenden sogar, den Flughafen trotz der Ausnahmeregelung nicht zu verlassen. Auch das dürfte zu vollen Wartehallen führen.

Die Fluggesellschaften haben bisher noch nichts unternommen. Bisher werden alle Thailand-Flüge nach Plan durchgeführt. Man beobachte aber die Situation. Einige Reiseveranstalter, darunter Tui, ermöglichen aber kostenlose Umbuchungen geplanter Thailand-Urlaube.

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