A350 von Thai Airways aus Sicht der Außenkamera: Der Flieger ist bei Passagieren beliebt.

Pläne mit A350 und DreamlinerThai Airways will in Deutschland ausbauen

Die Fluggesellschaft hat sich aufgerappelt. Frisch erstarkt, möchte Thai Airways auch die Verbindungen nach Deutschland stärken. Doch dabei gibt es ein Problem.

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Luftfahrt

Lange kriselte es in Thailand. Politische Unruhen, ein Militärputsch, Terrorattentate und dazu auch noch Zweifel der Internationalen Luftfahrtorganisation Icao an der Luftfahrtsicherheit des Landes belasteten auch die Nationalairline schwer. Und das während Thai Airways International ohnehin bereits rote Zahlen schrieb. Erschwerend kam die Konkurrenz durch Golfairlines, die zunehmend Urlauber in den Heimmarkt Südostasien transportieren, und die erstarkenden Mitbewerber aus Asien.

Doch in den vergangenen Monaten schaffte Thai Airways den in der Luftfahrt schwierigen Weg aus der Krise. 2016 resultierte unter dem Strich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Gewinn. Das I-Tüpfelchen darauf setzte im Mai die Icao, die Thai hochoffiziell das internationale Gütesiegel wieder verlieh. Zuvor war das allen Thai-Anbietern entzogen worden. Nach und nach werden diese nun überprüft und neu beurteilt.

Modernisierung der Flotte

Dass es wieder bergauf geht, ist nicht nur Glück. Thai Airways setzt auch auf Modernisierung. Ein wichtiger Bestandteil sind dabei die Bestellungen der neuen Langstrecken-Zugpferde Boeing 787 Dreamliner und Airbus A350. Diese verbrauchen deutlich weniger Treibstoff als die älteren Modelle A330, A340 sowie Boeing 777 und 747. Das senkt die Kosten. Sieben der insgesamt zwölf bestellten A350 sollen bis Ende des Jahres bei Thai angekommen sein. Zu den sechs 787-8 sollen außerdem zwei zusätzliche 787-9 hinzukommen.

Mit diesen Fliegern will Thai Airways International vor allem auch im wichtigsten europäischen Markt punkten. Deutschland sei vor allem auch interessant, so Thai-Länderverkaufschef Matthias Horn, weil in den Fliegern der Anteil an deutschen Reisenden sehr hoch ist. Er betrage 70 Prozent. Das hat die Airline denn auch veranlasst, neue Flüge einzuführen. Seit November fliegt sie täglich ab Frankfurt direkt nach Phuket – und von dort aus weiter nach Bangkok.

Gute Auslastung nach Phuket

Und: Seit Mai setzt Thai einmal täglich den Airbus A350 nach Bangkok ein. Wenn dann im Juli auf der zweiten Frequenz wieder der Airbus A380 hinzukommt – derzeit fliegen Boeing 777 und 747 –, dann sind in Frankfurt ausschließlich Passagierlieblinge unterwegs. Laut Horn erhofft sich Thai Airways International davon noch einen Schub bei den Buchungen.

Bereits jetzt sei er mit der Auslastung aber zufrieden. «Wir würde gerne aufgrund der sehr guten Resonanz und Auslastung den Flug aufstocken, aber das scheitert momentan an der vorhandenen Zahl an Fliegern – leider!», so Horn. Ähnlich sehe es mit der Aufnahme weiterer deutscher Ziele aus.  Flüge an andere Flughäfen wie Hamburg, Berlin oder Düsseldorf seien «leider» aufgrund der derzeitigen Flottengröße nicht möglich. Neben Frankfurt fliegt Thai Airways in Deutschland noch München an, in der Schweiz steht Zürich auf dem Programm. Für diese beiden Ziele sei der A350 weniger geeignet, weil er dafür schlicht «zu klein» sei, so Horn.

Andere Bestellungen geplant

Tatsächlich sieht es so aus, als arbeite Thai Airways International daran, das Problem mit den zu wenigen Fliegern anzugehen. Die Flotte soll auf insgesamt 100 Flieger wachsen, kündigte Thais Finanzchef Narongchai Wongthanavimok kürzlich an. Derzeit zählt der aktive Flugzeugpark von Thai laut dem Luftfahrt-Datenportal CH-Aviation 72 Flieger. Wongthanavimok verriet außerdem, dass die Fluggesellschaft erwäge, noch mehr A350 und Boeing 787 zu ordern. Details nannte er nicht.

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