Die Boeing 707 in Berlin-Tegel: Ein Geschenk von Boeing an Lufthansa.

Einzelteile werden versteigertLufthansa muss für Berliner Boeing 707 zahlen

Bevor die Boeing 707 aus Tegel auf den Schrott wandert, gehen einige Teile ins Museum, andere werden versteigert. Die Kosten für die Verschrottung muss Lufthansa tragen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die historische Boeing 707 vom Flughafen Hamburg wandert auf den Schrott. Besonders interessante Teile aus dem ehemaligen Lufthansa-Flieger werden zuvor allerdings versteigert. Doch wie steht es um die andere Boeing 707, die an einem deutschen Flughafen vor einer unsicheren Zukunft steht?

Eine Sprecherin der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin erklärt, für den Flieger am mittlerweile geschlossenen Airport Berlin-Tegel gebe es keine Überlebenschance. «Die Boeing 707 im Außenbereich von Tegel wird im Laufe dieses Jahres zerlegt und verwertet», bestätigt sie gegenüber aeroTELEGRAPH den Plan, der im vergangenen Jahr bekannt wurde. Allerdings fügt sie nun hinzu: «Vorher werden jedoch noch museal wertvolle Teile durch das Museum gesichert.»

«Geschenk gegen ausdrücklichen Widerstand»

Die Kosten für einen möglichen Erhalt der Maschine sind allen Parteien zu hoch. Lufthansa hatte den Flieger in den 1980er-Jahren von Boeing zu einem Jubiläum geschenkt bekommen. Dafür wurde der Jet, der nie für Lufthansa geflogen war, extra in den Farben der deutschen Fluggesellschaft lackiert.

Lufthansa schenkte die Maschine weiter an die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, die damals noch Museum für Verkehr und Technik MVT hieß. Das Geschenk sei «gegen den ausdrücklichen Widerstand» des Museums erfolgt, betont die Stiftungssprecherin. Und sie deutet auf einen kleinen Zwist hin.

«Flugzeug wird an ein Auktionshaus gegeben»

«Es gibt es eine Vertragsklausel, die besagt, dass, wenn auf das Museum Kosten im Zusammenhang mit dem Flugzeug zukommen, diese von Lufthansa getragen werden.» Die Fluglinie trage also das Verschrottungsrisiko, so die Sprecherin des Deutsches Technikmuseums. Die Boeing 707 gehöre nicht mehr zum Sammlungsbestand.

Eine Sprecherin von Lufthansa äußert sich nicht direkt zur Kostenfrage. Sie erklärt aber: «Wir verbinden die Verschrottung mit einer Aktion für Liebhaber. Das Flugzeug wird an ein Auktionshaus gegeben, das die Einzelteile dann versteigert.»

Fast von Terroristen entführt

Lufthansa wird also wohl die Kosten für Transport und Verschrottung tragen müssen, dürfte aber zumindest gewisse Einnahmen erzielen. Die Auktion könnte für Aufsehen sorgen, auch weil das Flugzeug eine bewegte Geschichte hatte. Einst flog es für die israelische Fluggesellschaft El Al. Auf einer Reise von Amsterdam nach New York im September 1970 versuchten zwei Terroristen, es zu entführen, scheiterten aber mit ihrem Plan.

Mehr zum Thema

Die Boeing 707 in Berlin-Tegel: Ein Geschenk von Boeing an Lufthansa.

Die vergessene und verstoßene Boeing 707 von Tegel

Die Boeing 707 des Flughafens Hamburg. Die D-ABOD flog 15 Jahre lang bei Lufthansa.

Flughafen Hamburg verschrottet seine Boeing 707

Boeing E-3A Sentry der Nato: Die Frühwarnflugzeuge des Militärbündnisses sind im deutschen Geilenkirchen stationiert.

In Deutschland fliegen noch Urzeit-707

Lufthansa-Jet in Bremen (Archivbild): Die Frankfurt-Flüge kehren zurück.

Lufthansa nimmt Flüge zwischen Bremen und Frankfurt wieder auf

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies