Yak-42 von Tatarsatan: Die Airline liess Passagiere warten.

Strafe wegen Spezialbehandlung

Ene russische Fluggesellschaft ließ ihre Passagiere eine Stunde warten - damit es ein Manager auch noch an Bord schaffte.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Die russische Fluggesellschaft Tatarstan Airlines hat sich eine Strafe wegen Verstoßes gegen die Rechte ihrer Passagiere eingehandelt. Auch wenn diese mit 50'000 Rubel (rund 1250 Euro) wohl eher symbolisch gemeint ist - der Vorfall sorgt für Empörung im ganzen Land. Ein Flieger der Airline, der nach Moskau fliegen sollte, wartete am 30. September rund eine Stunde auf dem Rollfeld des Flughafens in Kasan, weil ein mächtiger Manager von Tatarstan sich verspätet hatte.

Die Fluglinie entschädigte die Passagiere mit Discounts und einer Entschuldigung - versuchte aber, den Vorfall geheim zu halten. Man habe nicht auf den Passage-Chef der Airline gewartet, sondern auf wichtige Papiere, ohne die der Flieger nicht hätte abheben dürfen, hiess es zunächst.

Der andere VIP

Herausgekommen ist das ganze nur durch einen Zufall: ein anderer VIP befand sich an Bord: der ehemalige Vizechef der russischen Zentralbank, Sergej Alexaschenko, machte Fotos des Tatarstan-Managers, anhand derer man ihn als den Manager der Airline identifizierte. Ausserdem schrieb er einen wütenden Blogeintrag: es könne doch nicht sein, dass 68 Passagiere eine Stunde warten, damit «dieses Rindvieh» seinen Hintern an Bord bewege.

Der Manager der Fluglinie ahnte wohl, dass das ganze nicht wirklich koscher war. So versuchte er zunächst, unerkannt zu bleiben, als er an Bord kam. Er gab sich als Ausländer aus. Sein schlechtes englisch verriet ihn jedoch. Es ist bereits das zweite mal, dass eine russische Fluglinie in diesem Jahr wegen einer solchen Vorzugsbehandlung Schlagzeilen macht. Im Juni wartete ein Aeroflot-Jet auf einen sibirischen Gouverneur, der sich verspätet hatte. Als die Konversation von Fluglotsen und Pilot an die Öffentlichkeit gelangte, kochte die Wut hoch: der Kapitän wollte damals nicht auf den VIP warten, wurde aber vom Lotsen dazu gedrängt.

Mehr zum Thema

ticker-izhavia-1

Lizenz von Izhavia entzogen: Bericht über herausgerissene Seiten aus Notfallhandbuch

ticker-izhavia-1

Russland: Nach Aus von Izhavia übernehmen acht Airlines die Fluggäste

Boeing 777 von Red Wings: Am Boden.

Russland fusioniert Krisen-Airlines zu einer Holding

ticker-russland

Russland verschärft Flugbeschränkungen im Luftraum um Moskau

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies