Airbus A340 von Swiss: Der Kritiker wünscht sich auf neuere Modelle.

BulgariSwiss muss wütenden Chef von Luxus-Firma besänftigen

Der Chef der Luxusgüter-Firma Bulgari kritisierte die Schweizer Lufthansa-Tochter öffentlich mit scharfen Worten. Besonders ärgert er sich über Stornierungen.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Er sieht seine hohen Anspräche mitnichten erfüllt: Jean-Christophe Babin ist Chef des italienischen Unternehmens Bulgari, das mit Luxusgütern wie Schmuck, Uhren, Parfüm und Lederwaren handelt. Und Babin ist wütend auf die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss.

Babin teilte in einem Post beim Karrierenetzwerk Linkedin kräftig gegen die Fluglinie aus. Darüber berichtet die schweizerische Handelszeitung, die den später gelöschten Beitrag per Screenshot sicherte. Der Manager schrieb, Swiss-Fluggäste seien «Geiseln der Inkompetenz und Arroganz». Die Fluggesellschaft sei eine der teuersten der Welt, wenn nicht sogar die teuerste, man bekäme bei ihr aber nur durchschnittlichen Service, alte Flugzeuge - wie beispielsweise Airbus A340 - und schlechtes Essen, kritisierte Babin.

Ärger über stornierte Flüge

Besonders ärgert sich der Manager über kurzfristig stornierte Flüge ohne eine schnelle Alternative - und das trotz seines Senator-Status, wie er argumentiert. Auch schildert er ein Erlebnis seiner Frau, die durch eine Flugstreichung von Swiss einen Arbeitstag verloren habe. «Eine totale Schande für die Fluggesellschaft», findet der Firmenchef.

Er bilanziert: «Wenn sich Bulgari so verhalten würde, wäre das Unternehmen in Schwierigkeiten». Swiss sei mittlerweile gleich schlimm wie der Billigflieger Easyjet, so Babin. Das Airline-Geschäft sei das einzige, in dem Inkompetenz nicht bestraft werde.

Auch andere Uhren-Manager unzufrieden

Zur Einordnung: In der monatlichen Auswertung des Luftfahrtdaten-Anbieters OAG zu Flugstreichungen lag Swiss im August 2024 weltweit auf Rang 85 mit 2 Prozent gestrichenen Flügen. Bei der On-time Performance, also der Pünktlich mit 15 Minuten Toleranz, erreichte die Schweizer Fluglinie Rang 83 mit 62,6 Prozent pünktlichen Flügen.

Babin erhielt bei Linkedin derweil Rückendeckung von anderen Managern. Einer der Uhrenmarke Breguet beschwerte sich, Swiss habe seinen Sitzplatz doppelt verkauft. Ein Vertreter des Uhrengeschäftes Watchmakers United schrieb: «Mercedes, Apple, Swiss. Die Liste der großen Unternehmen, die in letzter Zeit wegen schlechten Kundendiensts im Rampenlicht stehen, ist lang. Das Lustige daran ist, dass sie alle kommunizieren, wie sie den besten Service für die anspruchsvollen Kunden von heute bieten.»

Swiss äußert sich nicht öffentlich

Swiss versucht laut Handelszeitung, den wütenden Bulgari-Chef zu beruhigen, äußert sich aber öffentlich nicht zu der Kritik. «Wir machen grundsätzlich keine Aussagen zu unseren Kundinnen und Kunden ohne deren Einverständnis», so eine Swiss-Sprecherin.

Mehr zum Thema

Für sie schuf die Airline  einen eigenen Duft.

Neue First-Class-Sitze machen Airbus A330 von Swiss vorn zu schwer

Swiss setzt auch weiterhin auf Air Baltic - mit bis zu sechs Flugzeugen

Swiss setzt auch weiterhin auf Air Baltic - mit bis zu sechs Flugzeugen

Economy Class im Airbus A350 von Lufthansa: Wer wenig zahlt, hat gratis nicht viel Auswahl.

Lufthansa-Gruppe wird bei Economy-Light-Reisenden auf der Langstrecke strenger

ticker-swiss

Thoralf Wagner wird neuer Technikchef bei Swiss

Video

1784
Menschen sind wieder auf dem Weg zum Mond - zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahrhundert. Den Raketen-Start der Mission Artemis 2 sahen Passagiere eines Delta-Air-Lines-Fluges aus der Luft.
Timo Nowack
Timo Nowack
parallel landing san francisco
Am Flughafen von San Francisco sind parallele Landungen künftig tabu. Die neue Regel der US-Luftfahrtbehörde sorgt nicht nur für das Ende eines spektakulären Anblicks – sondern auch für deutlich mehr Verspätungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack