Flugbegleiterin von Swiss: Mehr Lohn, auch beim Berufseinstieg, behauptet die Fluglinie.

Überarbeiteter TarifvertragSwiss begräbt geplanten Mindestlohn von 4000 Franken

In der ersten Fassung des Tarifvertrages der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter waren 4000 Franken Mindestlohn vorgesehen. In der neuen Fassung ist der gesenkt worden. Swiss sagt, dennoch verdiene das Kabinenpersonal künftig mehr.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war eine der zentralen Errungenschaften des neuen Tarifvertrages. Künftig betrage das Einstiegsgehalt für neue Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter 4000 Franken (4148 Euro), gaben Swiss und Kapers im Dezember 2022 freudig bekannt. Sie machten das zur Kernbotschaft ihrer Mitteilung.

Doch die Mitglieder der Gewerkschaft des Kabinenpersonals lehnten den neuen Vertrag in der Urabstimmung ab. Und so mussten die Sozialpartner neu verhandeln. Inzwischen liegt das Resultat für den neuen Tarifvertrag vor. Der Grundlohn werde monatlich um 400 Franken erhöht, es gebe zwei Prozent Inflationsausgleich, eine Erhöhung der Spesen, eine zusätzliche Abgeltung des Bereitschaftsdienstes sowie wahlweise eine Erfolgsbeteiligung oder einen 13. Monatslohn ab dem dritten Dienstjahr, erklärte Swiss Ende vergangener Woche. Zudem erhalte das Kabinenpersonal den Einsatzplan früher, monatlich sieben fixe freie Tage und mehr Teilzeitmöglichkeiten.

«Wichtige Verbesserungen erzielt»

Zum einst so hervorgehobenen Mindestlohn ist weder in der Mitteilung der Lufthansa-Tochter noch in der von Kapers  mehr etwas zu lesen. Kein Wunder. Denn die 4000 Franken sind aus dem neuen Vertrag verschwunden. Auf Nachfrage erklärt die Gewerkschaft der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Swiss, man habe sich beim Einstiegsgehalt jetzt auf 3868 Franken geeinigt - also drei Prozent weniger als zuvor.

«Bei den Verhandlungen waren für uns drei Themen zentral: Die Löhne, ein stabilerer Dienstplan und die Möglichkeit, auch nach dem 60. beziehungsweise 62. Lebensjahr freiwillig weiterarbeiten zu können. In jedem der drei Bereiche haben wir wichtige Verbesserungen erzielt», so ein Kapers-Sprecher. «Die Mitglieder von Kapers haben den letzten zur Abstimmung gebrachten Vertrag, der die 4000 Franken Basislohn beinhaltete, abgelehnt. Sie haben sich neben mehr Lohn auch zahlreiche andere Änderungen gewünscht. Diesen Bedürfnissen sind wir entgegengekommen», erklärt eine Sprecherin von Swiss.

«Von Beginn weg mehr als 4000 Franken»

Swiss betont: «Mit allen zusätzlichen Entschädigungen verdienen die Kabinenmitarbeitenden in Zukunft von Beginn weg mehr als 4000 Franken. Dies umfasst nur die monetären Verbesserungen», so die Sprecherin. Insgesamt entspreche der neue Vertrag einer Investition von rund 200 Millionen Franken in den kommenden fünf Jahren ins Kabinenpersonal. Dennoch muss auch er erst von den Kapers-Mitgliedern abgesegnet werden.

3868 Franken plus Zulagen - sie können bei Langstreckenqualifikation und zusätzlichen Sprachkenntnissen rund 700 Franken betragen - sind in der Schweiz dennoch nicht üppig. Da zeigt auch ein Vergleich mit der nicht für hohe Löhne bekannten Einzelhandelsbranche. So zahlt Aldi allen Angestellten mindestens 4646 Franken pro Monat (13 Mal), Lidl 4500 Franken, andere Einzelhändler zahlen zwischen 4100 und 4300 Franken.

Mehr zum Thema

Airbus A220-300 von Swiss: Kam noch als Bombardier C-Series CS300 an.

Swiss und Helvetic von neuem Triebwerksproblem betroffen

Ein Flugzeug von Air Baltic: Die Letten fliegen schon lange für Swiss.

Air Baltic wohl auch im Sommer für Swiss im Einsatz

Airbus A330 von Swiss über Washington (Montage):  Ab 2024 Realität.

Swiss nimmt erstmals seit zehn Jahren neue Langstrecken auf

ticker-swiss

Gewitter: Swiss mittlerweile bei 85 gestrichenen Zürich-Flügen

Video

eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.
Ein Drohnenalarm über Moldau bekommt durch neue Aussagen eine besondere Brisanz. Denn zur selben Zeit befand sich das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyys in der Luft.
Laura Frommberg
Laura Frommberg