A320 von Swiss: Ein solcher Jet sandte den Notruf aus.

A320 von Swiss in Bedrängnis

Ein Airbus der Schweizer Fluglinie geriet über Marseille in einen Notfall. Die Kommunikation mit den französischen Lotsen verlief alles andere als ideal.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Flug LX2140 befand sich am Donnerstag (12. September) ungefähr bei Marseille, als die Crew ein Problem mit dem Kabinendruck feststellte. «Die Piloten haben daraufhin sicherheitshalber eine Priorität zum Einleiten des Sinkfluges angefragt» so eine Sprecherin von Swiss gegenüber aeroTELEGRAPH. Sie präzisiert: Der Druck in der Kabine war geringer als sonst, aber nicht so stark, dass die Sauerstoffmasken ausgelöst worden wären.» Die Crew wollte daher von 37'000 auf 10'000 Fuß – von 11'280 auf 3050 Meter – sinken.

Ihre Stimmen, so berichtet ein zufälliger Mithörer des Funks laut dem Fachportal Aviation Herald, hätten geklungen, als seien sie «unter Druck» gestanden. Offenbar reichte das den Lotsen aber nicht aus, um den Sinkflug zu genehmigen. Der Airbus A320 erhielt zunächst aber lediglich die Erlaubnis, auf 35'000 Fuß zu sinken. Daraufhin meldeten sich die Piloten erneut bei den Fluglotsen und verlangten noch einmal die Erlaubnis, weiter zu sinken.

Erlaubnis verweigert?

Doch auch dieses Mal wurde ihnen die Erlaubnis laut dem Mithörer verweigert. Dann wurde es offenbar heikler. Die Crew sandte die Dringlichkeitsmeldung Pan Pan aus. Diese bedeutet im internationalen Funkverkehr eine konkrete, aber nicht akute Gefährdung. Doch auch diesen ignorierte der Lotse laut dem Ohrenzeugen und bestätigte nur die aktuelle Flughöhe.

Die Crew versuchte nun offenbar vehementer, sich Gehör zu verschaffen und die Flugverkehrsleitung dazu zu bringen, den Pan-Pan-Ruf zur Kenntnis zu nehmen. Doch das geschah nicht. Es erfolgte einfach nur die Erlaubnis, auf 30'000 Fuß zu sinken. Die Piloten baten darum, zumindest auf 14'000 Fuß sinken zu dürfen. Ohne Erfolg. Schließlich konnte man über Funk hören, dass die Piloten ihre Sauerstoffmasken aufgesetzt hatten. Sie sendeten nun den Notruf «Mayday» aus. Erst jetzt erhielten sie die Erlaubnis, zu sinken, bevor sie von der Flugverkehrsleitung weiter gegeben wurden.

Druckausgleich wieder hergestellt

Für 20 Minuten sank der Jet danach auf die Flughöhe 10'000 Fuß, danach stieg er wieder auf 21'000 Fuß, der Druckausgleich konnte wieder hergestellt werden, so die Swiss-Sprecherin. Auf dieser Höhe setzte er den Flug nach Valencia fort, wo der Swiss-Jet schließlich auch sicher landete.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic in Zürich: Nach dem aktuellen Winterflugplan beendet Swiss die Zusammenarbeit.

So sieht die Flotte von Swiss im nächsten Sommer aus - ohne Air Baltic

ticker-swiss

Swiss musste 2025 jeden tausendsten Flug umleiten

Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.

Swiss schickt kommendes Jahr keine Airbus A330 mehr nach Tel Aviv

ticker-swiss

Das sind die neuen Ziele von Swiss im Sommerflugplan 2027

Video

lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin