A320 von Swiss: Ein solcher Jet sandte den Notruf aus.

A320 von Swiss in Bedrängnis

Ein Airbus der Schweizer Fluglinie geriet über Marseille in einen Notfall. Die Kommunikation mit den französischen Lotsen verlief alles andere als ideal.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Flug LX2140 befand sich am Donnerstag (12. September) ungefähr bei Marseille, als die Crew ein Problem mit dem Kabinendruck feststellte. «Die Piloten haben daraufhin sicherheitshalber eine Priorität zum Einleiten des Sinkfluges angefragt» so eine Sprecherin von Swiss gegenüber aeroTELEGRAPH. Sie präzisiert: Der Druck in der Kabine war geringer als sonst, aber nicht so stark, dass die Sauerstoffmasken ausgelöst worden wären.» Die Crew wollte daher von 37'000 auf 10'000 Fuß – von 11'280 auf 3050 Meter – sinken.

Ihre Stimmen, so berichtet ein zufälliger Mithörer des Funks laut dem Fachportal Aviation Herald, hätten geklungen, als seien sie «unter Druck» gestanden. Offenbar reichte das den Lotsen aber nicht aus, um den Sinkflug zu genehmigen. Der Airbus A320 erhielt zunächst aber lediglich die Erlaubnis, auf 35'000 Fuß zu sinken. Daraufhin meldeten sich die Piloten erneut bei den Fluglotsen und verlangten noch einmal die Erlaubnis, weiter zu sinken.

Erlaubnis verweigert?

Doch auch dieses Mal wurde ihnen die Erlaubnis laut dem Mithörer verweigert. Dann wurde es offenbar heikler. Die Crew sandte die Dringlichkeitsmeldung Pan Pan aus. Diese bedeutet im internationalen Funkverkehr eine konkrete, aber nicht akute Gefährdung. Doch auch diesen ignorierte der Lotse laut dem Ohrenzeugen und bestätigte nur die aktuelle Flughöhe.

Die Crew versuchte nun offenbar vehementer, sich Gehör zu verschaffen und die Flugverkehrsleitung dazu zu bringen, den Pan-Pan-Ruf zur Kenntnis zu nehmen. Doch das geschah nicht. Es erfolgte einfach nur die Erlaubnis, auf 30'000 Fuß zu sinken. Die Piloten baten darum, zumindest auf 14'000 Fuß sinken zu dürfen. Ohne Erfolg. Schließlich konnte man über Funk hören, dass die Piloten ihre Sauerstoffmasken aufgesetzt hatten. Sie sendeten nun den Notruf «Mayday» aus. Erst jetzt erhielten sie die Erlaubnis, zu sinken, bevor sie von der Flugverkehrsleitung weiter gegeben wurden.

Druckausgleich wieder hergestellt

Für 20 Minuten sank der Jet danach auf die Flughöhe 10'000 Fuß, danach stieg er wieder auf 21'000 Fuß, der Druckausgleich konnte wieder hergestellt werden, so die Swiss-Sprecherin. Auf dieser Höhe setzte er den Flug nach Valencia fort, wo der Swiss-Jet schließlich auch sicher landete.

Mehr zum Thema

ticker-swiss

Bucher liefert Module zur Modernisierung von Airbus A330 und Boeing 777 von Swiss

Jubiläumsflieger von Lufthansa, Mail des Vorstands (Faksimile): Die Gruppe spart kräftig

Lufthansa Group verordnet Einstellungsstopp, Reiseverbot und Budgetkürzungen

ticker-swiss

Premiere im Airbus A350: Swiss baut System zum leichteren Schließen von Gepäckfächern in ihre Flugzeuge ein

ticker-swiss

Swiss verlängert Dubai-Flugstopp bis Juli

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies