Yakovlev Superjet 100: In Russland wird an einer rein russischen Version gearbeitet, die ab 2026 ausgeliefert werden soll.

Nach AbsturzSuperjet-Hersteller sieht Risiko bei Anstellwinkelsensoren

Nach dem Superjet-Absturz bei Moskau diskutieren russische Medien über Pilotenfehler. Derweil gibt Hersteller Yakovlev Anweisungen zum Austausch der Anstellwinkelsensoren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Mit dem Absturz des Superjet 100 von Gazpromavia am vergangenen Freitag, bei dem alle drei Menschen an Bord ums Leben kamen, ist das Vertrauen in den Jet gesunken. Es war der dritte Totalverlust des Flugzeugtyps seit seinem Erstflug 2008. Neben menschlichen Fehlern führten bei allen Abstürzen auch technische Mängel zu den Tragödien.

Noch sind die Gründe für den Absturz vom 12. Juli unklar. Derzeit wird die Blackbox, bestehend aus dem Flugdatenschreiber und dem Stimmenrekorder, ausgewertet. Kurz nach dem Unfall gab es Spekulationen über einen Ausfall beider Triebwerke aufgrund von Vogelschlag. Mittlerweile erhärtet sich laut der Nachrichtenagentur Tass der Verdacht, dass menschliches Versagen zum Absturz geführt haben könnte.

Ausrichtung der Sensoren

Gleichzeitig hat der Hersteller des Superjets dazu aufgerufen, die Qualitätskontrolle zu erhöhen. Yakovlev hat ein Informationsschreiben veröffentlicht, das die Notwendigkeit der strikten Einhaltung des Betriebshandbuchs beim Austausch von Anstellwinkelsensoren an Superjets betont, berichtet das Portal Aviatorschina. Diese Anweisung sei entscheidend, um die korrekte Funktion und Sicherheit der Flugzeuge zu gewährleisten.

Der Hersteller hob besonders hervor, dass bei der Installation der Sensoren auf die exakte Ausrichtung der Löcher und Markierungen auf der Auflage mit der Markierung auf der Rumpfhaut geachtet werden muss. Die Auflage solle an der exakt gleichen Stelle wieder angebracht werden, von der sie entfernt wurde. Diese Präzision sei wichtig, um Fehler und potenzielle Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Vorgaben für Techniker

Zusätzlich empfahl Yakovlev den Betreibern, die Qualität und Vollständigkeit des Sensorwechsels sorgfältig zu überprüfen. Außerdem solle vermieden werden, dass ein Techniker zwei oder mehr Anstellwinkelsensoren gleichzeitig austauscht, um Verwechslungen und Installationsfehler zu verhindern.

Laut dem Luftfahrtdatenportal CH-Aviation sind aktuell 152 Superjets bei 16 Fluggesellschaften im Einsatz - alle Flugzeuge sind in Russland registriert.

Mehr zum Thema

«Flugzeug flog geradewegs mit der Nase Richtung Boden»

«Flugzeug flog geradewegs mit der Nase Richtung Boden»

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

MS-21 bei der Dubai Airshow 2021: Hatte russische Triebwerke, aber viele westliche Teile.

Rein russische MS-21 schafft Erstflug dieses Jahr nicht mehr

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack