British, Lufthansa und Air France: Schwieriges Umfeld.

Das Ende von Lufthansa & Co.?

Eine Studie der französischen Regierung zur Luftfahrt kommt zu einem harten Fazit: Wenn die Politik nichts unternehme, riskiere sie den Untergang der großen Airlines.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eine Gruppe profitierte ganz gewaltig. In den letzten 25 Jahren verbesserte sich die Situation der europäischen Passagiere dank der Liberalisierung des Luftverkehrs markant. Das Angebot an Direktverbindungen stieg exponentiell. Die Ticketpreise sanken massiv. Doch es gab auch Verlierer - vor allem unter den mittelgroßen Fluggesellschaften. Sie ächzen ganz besonders unter scharfer Konkurrenz und hohen Kosten. Viele mussten deshalb bereits aufgeben - etwa Malev, Spanair oder auch die Swissair. Die großen Anbieter sind gemäß dem Commissariat général à la stratégie et à la prospective CGSP ebenfalls nicht ungefährdet. «Man kann nicht ausschließen, dass ihre Strategien nicht wirklich an die Herausforderungen angepasst sind», so die Denkfabrik der französischen Regierung in einer neuen 142-seitigen Studie (siehe Link unter dem Artikel).

Auf der Kurz- und Mittelstrecke leiden die drei großen europäischen Konzerne Air France-KLM, IAG mit Iberia und British Airways und Lufthansa unter den Lowcost-Anbietern mit ihren tiefen Kosten. Auf der Langstrecke setzen ihnen die Golfairlines und die aufstrebenden Fluglinien aus Asien mit ihrem großen Angebot und hervorragenden Service zu. Dagegen fanden die Großen bislang noch nicht wirklich ein Rezept, auch weil ihre Rahmenbedingungen oft zu starr sind. Die Folgen sind sinkende Gewinne oder gar Verluste.

Von einem Extrem ins andere

Strategiedefizite sind für die Regierungsberater jedoch nicht alleine schuld. Die Politik in Europa könnte in ihren Augen durchaus verständnisvoller mit den Flughäfen und Fluggesellschaften umgehen. «Natürlich sind wir nicht mehr in der Zeit, in der sich die Politik nach den Bedürfnissen der nationalen Fluglinien ausrichtet», halten die Autoren fest. Doch man müsse sich schon fragen, ob man in Europa von einem Extrem ins andere gefallen sei.

In der Studie werden vier Szenarien durchgerechnet. Das erste ist das freundlichste. Die drei großen europäischen Airline-Gruppen schaffen es da, ihre Marktanteile zu halten. Im Szenario zwei kommt es zur Annäherung der Konzerne, um gemeinsam gegen die harte Konkurrenz bestehen zu können. In der dritten Modellrechnung verlieren die klassischen Anbieter die Kurz- und Mittelstrecken an die Lowcostanbieter und kämpfen nur noch auf der Langstrecke. Und im vierten musste das Trio aufgeben.

Mehr Zurückhaltung

Damit es nicht zu Szenario vier kommt, empfiehlt das Commissariat général à la stratégie et à la prospective zwei Maßnahmen. So soll die Luftfahrt nicht noch mit mehr Steuern und Abgaben belastet werden. Bei der Erteilung von Landerechten müsse man zudem genau darauf achten, dass wirklich gleich lange Spieße existierten. Man müsse sich dringend fragen, ob die bisherige Praxis völliger Liberalisierung gut sei für Europa.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa schickt zum Oktoberfest neue Trachtencrew auf Reisen

ticker-lufthansa

Lufthansa Cargo führt Notfallservice für besonders dringende Sendungen ein

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Lufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack