British, Lufthansa und Air France: Schwieriges Umfeld.

Das Ende von Lufthansa & Co.?

Eine Studie der französischen Regierung zur Luftfahrt kommt zu einem harten Fazit: Wenn die Politik nichts unternehme, riskiere sie den Untergang der großen Airlines.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d) am Flughafen Mallorca

Mallorca
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Spanien
Top jobs
Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eine Gruppe profitierte ganz gewaltig. In den letzten 25 Jahren verbesserte sich die Situation der europäischen Passagiere dank der Liberalisierung des Luftverkehrs markant. Das Angebot an Direktverbindungen stieg exponentiell. Die Ticketpreise sanken massiv. Doch es gab auch Verlierer - vor allem unter den mittelgroßen Fluggesellschaften. Sie ächzen ganz besonders unter scharfer Konkurrenz und hohen Kosten. Viele mussten deshalb bereits aufgeben - etwa Malev, Spanair oder auch die Swissair. Die großen Anbieter sind gemäß dem Commissariat général à la stratégie et à la prospective CGSP ebenfalls nicht ungefährdet. «Man kann nicht ausschließen, dass ihre Strategien nicht wirklich an die Herausforderungen angepasst sind», so die Denkfabrik der französischen Regierung in einer neuen 142-seitigen Studie (siehe Link unter dem Artikel).

Auf der Kurz- und Mittelstrecke leiden die drei großen europäischen Konzerne Air France-KLM, IAG mit Iberia und British Airways und Lufthansa unter den Lowcost-Anbietern mit ihren tiefen Kosten. Auf der Langstrecke setzen ihnen die Golfairlines und die aufstrebenden Fluglinien aus Asien mit ihrem großen Angebot und hervorragenden Service zu. Dagegen fanden die Großen bislang noch nicht wirklich ein Rezept, auch weil ihre Rahmenbedingungen oft zu starr sind. Die Folgen sind sinkende Gewinne oder gar Verluste.

Von einem Extrem ins andere

Strategiedefizite sind für die Regierungsberater jedoch nicht alleine schuld. Die Politik in Europa könnte in ihren Augen durchaus verständnisvoller mit den Flughäfen und Fluggesellschaften umgehen. «Natürlich sind wir nicht mehr in der Zeit, in der sich die Politik nach den Bedürfnissen der nationalen Fluglinien ausrichtet», halten die Autoren fest. Doch man müsse sich schon fragen, ob man in Europa von einem Extrem ins andere gefallen sei.

In der Studie werden vier Szenarien durchgerechnet. Das erste ist das freundlichste. Die drei großen europäischen Airline-Gruppen schaffen es da, ihre Marktanteile zu halten. Im Szenario zwei kommt es zur Annäherung der Konzerne, um gemeinsam gegen die harte Konkurrenz bestehen zu können. In der dritten Modellrechnung verlieren die klassischen Anbieter die Kurz- und Mittelstrecken an die Lowcostanbieter und kämpfen nur noch auf der Langstrecke. Und im vierten musste das Trio aufgeben.

Mehr Zurückhaltung

Damit es nicht zu Szenario vier kommt, empfiehlt das Commissariat général à la stratégie et à la prospective zwei Maßnahmen. So soll die Luftfahrt nicht noch mit mehr Steuern und Abgaben belastet werden. Bei der Erteilung von Landerechten müsse man zudem genau darauf achten, dass wirklich gleich lange Spieße existierten. Man müsse sich dringend fragen, ob die bisherige Praxis völliger Liberalisierung gut sei für Europa.

Mehr zum Thema

Der sogenannte T-Stiel am Flughafen München: So soll er aussehen.

Lufthansa hat entschieden - und baut in München aus

ticker-lufthansa

Frankfurt und München: Lufthansa mit mehr als 1500 Starts zum Osterferien-Start

lufthans boeing 787 9 d abpf

Lufthansa will bald weitere Langstreckenjets bestellen

ticker-lufthansa

Lufthansa fliegt neu von München nach Rovaniemi

Video

Saab Global Eye: Basis ist eine Bombardier Global 6000/6500.
Saab Global Eye
Wie kann eine rohstoffreiche und strategisch immer wichtigere Region wie die Arktis überwacht und im Ernstfall verteidigt werden, angesichts klirrender Kälte und riesiger Ausdehnung? Hersteller wie Boeing, IAI und Northrop Grumman buhlen mit ihren Systemen um Kunden. Ihr härtester Konkurrent kommt aber aus Europa: Saab Global Eye.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Die Boeing 757 von Icelandair: Heikler Tiefflug.
Nach 40 Jahren geht er in Rente. Auf seinem letzten Flug von Frankfurt nach Keflavik wollte der Kapitän einer Boeing 757 etwas Besonderes machen und flog in sehr niedriger Höhe über seine Heimat hinweg. Icelandair ist verärgert und hat die Behörden eingeschaltet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack