Airbus A380 von Lufthansa: Am Sonntag starten die Flugzeuge wie geplant.

Sonntag ohne StreikStreikpause bei Lufthansa trotz verhärteter Fronten

Am Sonntag wird nicht mehr gestreikt. Doch die Auseinandersetzung zwischen Lufthansa und Gewerkschaft Vereinigung Cockpit geht weiter. Die Streikpause dürfte nur temporär sein.

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Drei Tage lang hat ein Teil der Lufthansa-Piloten nun seine Arbeit niedergelegt. Und auch am Samstag wird weiter gestreikt. Am Sonntag (27. November) jedoch, wird der Flugbetrieb erstmals wieder normal stattfinden. Dies verkündete am Freitagabend (25. November) jedenfalls die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit.

Gleichzeitig warnte die Vertretung der Piloten aber. Man gebe die Streikpause «unabhängig von der fehlenden Bereitschaft der Lufthansa» bekannt. Auch im Falle einer Fortsetzung von Arbeitskampfmaßnahmen in der kommenden Woche gelte, dass man sie mindestens 24 Stunden im Voraus ankündigen werde. Das klingt nicht wie eine Ansage zur Deeskalation.

Lohnangebot erhöht...

Das Management von Lufthansa hatte kurz zuvor eine Kompromisslösung vorgestellt. Es hat der Vereinigung Cockpit angeboten, bis 2021 rund 330 Passagierflugzeuge – davon etwa 100 Langstreckenflugzeuge – zu «an heutigen Niveaus angelehnten Vergütungsbedingungen in den Flugbetrieben des sogenannten Konzerntarifvertrags» zu betreiben. Die gelte aber nur dann, wenn man eine Modernisierung der Tarifverträge akzeptiere.

Zudem will die Führung des Konzerns Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings eine Einmalzahlung in Höhe von 1,8 Monatsgehältern gewähren. Hinzu kommt eine Lohnerhöhung in zwei Schritten um 4,4 Prozent. Zuvor war eine einmalige Lohnerhöhung von 2,5 Prozent angeboten worden. Die Vereinigung Cockpit dagegen fordert eine Lohnnachzahlung von 3,66 Prozent pro Jahr seit 2012.

... oder doch nicht?

Die Vereinigung Cockpit tut das Angebot von Lufthansa als kalten Kaffee ab. «Das veröffentlichte Maßnahmenpaket der Lufthansa zu einer Gesamtlösung entspricht vollumfänglich einem bereits vor über zwei Monaten in einem offenen Brief an die Mitarbeiter bekannt gemachtem Vorschlag», so die Gewerkschaft. Das Management fordere weiterhin eine Nullrunde für sechs Jahre und weitere Zugeständnisse der Piloten. Das sei «kein Versuch zu Ergebnissen zu kommen, sondern ein PR-Schachzug». Es ist also wohl auch kommende Woche wieder mit Streiks zu rechnen.

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