Flugbegleiter legen Frankfurt lahm

Bei Lufthansa wurde acht Stunden lang gestreikt. Ganz ohne Rechte ist man als betroffener Passagier nicht.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Schlangen am Frankfurter Flughafen wurden am frühen Morgen immer länger. Gerade zum Ende der Sommer-Ferienzeit bestreikten die Flugbegleiter der größten deutschen Airline deren wichtigsten Standort Frankfurt. Von 5 Uhr am Morgen legten sie die Arbeit bis um 13 Uhr nieder. Ufo erklärte, 280 Flüge seien ausgefallen, laut der Lufthansa waren es 190 - so oder so: 26'000 Passagiere hatten unter dem Arbeitskampf zu leiden. Auch Interkontinentalflüge etwa in die USA waren betroffen. Zwischenzeitlich konnte der Flughafen Frankfurt sogar gar nicht mehr angeflogen werden.

Die Gewerkschaft stellt noch weitere Streiks in Aussicht. Wo und wann es weitergehe, wolle man aber noch nicht bekannt geben. Über das weitere Vorgehen will Ufo bis am Samstag entscheiden. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass der heutige nicht der letzte Streik war. Bei einem breiter angelegten und unbefristeten Streik stünde bei der Lufthansa allerdings flächendeckend ein Riesenstress ins Haus. Rund 19'000 Stewardessen und Stewards sind laut Ufo-Angaben in der Gewerkschaft organisiert.

Rechte als Passagier

Ufo verhandelt seit über einem Jahr mit der Lufthansa. Sie wollen einen um fünf Prozent höheren Lohn. Außerdem soll die Airline aufhören, Leiharbeiter einzusetzen. Doch die Fluggesellschaft hat andere Pläne. In einem breit angelegten Sparprogramm will sie mittelfristig die Personalkosten weiter senken. Am Dienstag erklärte man die Verhandlungen für gescheitert. Die Beteiligung am Streik sei überwältigend, so Baublies im Fernsehen. Mindestens 80 Prozent der 1000 zum Streik aufgeforderten Mitglieder der Gewerkschaft seien dem Aufruf nachgekommen.

Tausende Passagiere waren bereits von dem Arbeitskampf betroffen. Gestrichen waren unter anderem Flüge nach Berlin, München, Zürich, London und Rom. Eine laufend aktualisierte Liste der Ausfälle findet man auf der Seite www.lufthansa.com. Auch bei einer kostenlosen Hotline unter der Nummer 0800-8506070 können Passagiere sich informieren.

Für den Fall, dass der Flug tatsächlich ausfällt, haben die Passagiere zahlreiche Rechte - so können sie einen Flug, der wegen eines Streiks gestrichen wurde, etwa kostenlos stornieren. Anspruch auf eine Entschädigung haben Reisende allerdings nach jüngster Rechtssprechung nicht. Immerhin: Kunden haben während der Wartezeit am Flughafen einen Anspruch auf Betreuung. Neben einer Hotelübernachtung muss die Airline daher Verpflegung sowie für zwei kostenlose Telefongespräche, Faxe oder E-Mails zu sorgen.

Informationen über Ihre Rechte als Fluggast im Fall eines Streiks finden Sie hier.

Mehr zum Thema

Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Lufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Bilder von Gästen des Swiss-Crewhotels: Die Airline zieht aus.

«Hier waren wir zu optimistisch»: Swiss zieht nach monatelanger Kritik aus Ekel-Hotel in Miami aus

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack