Boeing 737 Max: Der Chef der amerikanischen Luftfahrtbehörde sitzt bald hinter dem Steuer.

Vor Neuzertifizierung des Boeing-JetsFAA-Chef steuert nächste Woche selber eine 737 Max

Auch um ihr Image aufzupolieren, will die Luftfahrtbehörde der USA bei der Wiederzulassung der Boeing 737 Max alles richtig machen. Chef Steve Dickson steuert deshalb das Flugzeug bald selber.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Wiederzulassung des nach wie vor gegroundeten Flugzeugmodells rückt definitiv näher. Nachdem die amerikanische Luftfahrtbehörde bereits vor einer Weile Testflüge mit der Boeing 737 Max durchgeführt hat, will der Chef der Federal Aviation Administration FAA die Boeing 737 Max selber fliegen.

Nächste Woche Mittwoch (30. September) werde FAA-Leiter Steve Dickson im Cockpit einer Boeing 737 Max am Steuer sitzen, teilte die Behörde der Politik mit. Dies gilt als wichtiger symbolischen Schritt, bevor der Jet in den USA wieder abheben darf.

Zuvor bei Air Force und Delta

Steve Dickson hat lange Erfahrungen als Pilot. Er startete seine Karriere bei der United States Air Force, wo er den Kampfjet F-15 flog. Danach ging er zu Delta Air Lines. In seiner Zeit bei der Fluggesellschaft flog er Boeing 727, 737, 757 und 767, sowie Airbus A320. Er war zuletzt zuständig für den Flugbetrieb, darunter auch Sicherheit und Pilotenausbildung. Im März 2019 wurde er dann Chef der FAA.

Sicherheit und Pilotenausbildung sind die zwei größten Themen bei der Boeing 737 Max. Nach den zwei Abstürzen im Oktober 2018 und März 2019 wurde Boeings neuestem Kurz- und Mittelstreckenjet weltweit die Flugerlaubnis entzogen. Anfangs versprach der Flugzeughersteller noch eine Rückkehr in den Flugbetrieb innerhalb weniger Monate. Doch auch 1,5 Jahre später steht die 737 Max weiterhin am Boden. Das könnte sich aber bald ändern, denn sowohl die FAA als auch die europäische Easa sind derzeit mit der Neuzertifizierung beschäftigt.

Vertrauen zurück gewinnen

Ein Problem mit dem die 737 Max bei der Wiedereinführung konfrontiert wird, ist ihr Imageproblem. Viele Passagiere vertrauen dem Flugzeug auch nach erfolgreicher Neuzertifizierung wohl zumindest zuerst nicht. Dieses schlechte Image bekommt auch die FAA zu spüren. Denn sie ist es, die den Flugzeugtyp ursprünglich überhaupt erst die Betriebserlaubnis erteilte.

Das weiß auch Dickson, der immer wieder versprach, die Boeing 737 Max vor erneuter Startfreigabe selber zu steuern. Nun wird er seine Worte wohl in Taten umsetzen. Ob das zu mehr Vertrauen seitens der Passagiere und Piloten führt, wird sich noch zeigen.

Mehr zum Thema

This Tui Boeing 737 Max registered as G-TUMF took off from Tenerife.

Tui lässt Boeing 737 Max in Europa abheben

Boeing 737 Max bei einem Testflug 2016 in Bolivien: Wer wusste was?

Entwicklung der 737 Max «kein Misserfolg»

FAA-Chef: «Nehmt Euch die Zeit, die Ihr braucht»

FAA-Chef: «Nehmt Euch die Zeit, die Ihr braucht»

ticker-boeing-1

Boeing und U.S. Navy testen erstmals Tarnkappendrohne MQ-25A Stingray

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg