Letzte Aktualisierung: um 19:26 Uhr
Partner von  

FAA

Steigender Druck auf US-Behörde, Grounding zu verordnen

China, Europa und andere Länder haben der Boeing 737 Max 8 ein Flugverbot erteilt. In den USA sieht die Luftfahrtbehörde FAA keinen Grund dafür. Doch es gibt immer mehr Druck, das zu ändern.

Inzwischen darf die Boeing 737 Max 8 in weiten Teilen der Welt nicht mehr abheben. Die Europäische Union und die Schweiz haben am Dienstagabend (12. März) «als Vorsichtsmaßnahme» einen Flugstopp für alle Max-Varianten angeordnet, fast zeitgleich folgten Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate. In ihrer Heimat USA ist die modernisierte Version des Kurz- und Mittelstreckenfliegers aber noch immer unterwegs. Zwei prominente Politiker der Demokraten und Republikaner wollen das ändern.

Die demokratische Präsidentschaftsanwärterin Elizabeth Warren forderte am Dienstag ein sofortiges Grounding der Boeing 737 Max 8, bis die «Sicherheit dieses Flugzeuges garantiert werden kann». Und der republikanische Präsidentschaftsanwärter Mitt Romney sagte: «Aus Gründen der Vorsicht in Bezug auf die fliegende Öffentlichkeit sollte die FAA die 737 Max 8 grounden, bis wir die Gründe der kürzlichen Abstürze untersucht haben». Beide forderten in der Sache Anhörungen im Parlament.

Trump analysiert die Luftfahrttechnik

Boeing erklärte dagegen, es brauche auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes keine zusätzlichen Anweisungen an die Betreiber. Auch die Luftfahrtbehörde FAA sieht bisher keine «systematischen Leistungsprobleme». Und Präsident Donald Trump twitterte, Flugzeuge seien ganz einfach zu komplex geworden, um sie fliegen zu können. Das sei eine Gefahr, so das Staatsoberhaupt. Er wolle nicht von Einstein geflogen werden, sondern von fähigen Piloten.

Schön, dass Sie hier sind. Unsere erfahrenen Journalisten bieten Ihnen 365 Tage pro Jahr Nachrichten und Hintergründe. Gratis. Das wird so bleiben. Um unser Angebot weiter zu verbessern, haben wir ein Vielleser-Programm gestartet. Damit finanzieren wir aufwendige Recherchen und die Umsetzung neuer Ideen. Ihr Beitritt hilft, den unabhängigen Luftfahrtjournalismus zu stärken. Und nebenher profitieren auch Sie. Jetzt Mitglied werden!



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.