Boeing 777 von Alitalia: Was wird aus der Marke?

Rechnung ItaliensStart ohne Marke Alitalia kostet halbe Milliarde

Die neue italienische Nationalairline will mit Marke und Logo von Alitalia starten. Um die EU zu überzeugen, rechnet Italien nun vor, was ein erzwungener Verzicht kosten würde.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Streit drehte sich zuletzt vor allem um Slots in Mailand-Linate, das Vielfliegerprogramm und die Wartungs- und Bodenabfertigungstöchter der insolventen Alitalia. Die italienische Regierung und die EU-Kommission finden keine Einigung darüber, was die geplante neue Nationalairline ITA Italia Trasporto Aereo unter welchen Bedingungen von der alten übernehmen darf.

Dabei geriet ein weiteres zentrales Problem etwas in den Hintergrund: ITA soll nach italienischem Willen auch die Marke Alitalia tragen. Das sei wichtig, da sonst eine andere Airline etwa das Logo kaufen und für Verwirrung sorgen könnte, argumentierte die Regierung schon im Januar. Die EU-Kommission hatte dagegen empfohlen: «Die Marke Alitalia sollte von der neuen Gesellschaft nicht beibehalten werden». Sie sei ein symbolischer Indikator für Kontinuität, die es aber aus Wettbewerbssicht nicht geben dürfe.

So teuer wäre ein Start ohne Marke

In einem aktuellen Schreiben an die EU rechnet Italien laut der Zeitung Corriere della Sera vor, wie teuer es wäre, ITA ohne die Marke Alitalia starten zu lassen. In den ersten zwei Jahren des Betriebs sei mit 250 bis 300 Millionen Euro geringeren Einnahmen zu rechnen, heißt es. Denn der Name ITA ist bisher bei Kunden so gut wie nicht bekannt. Zudem würden höhere Gebühren für Ticketverkäufe über Reisebüros und -veranstalter anfallen.

Weiterhin bräuchte die Fluglinie ein neues Logo und müsste dies international durch Werbung bekannt machen - dafür veranschlagt man 60 bis 80 Millionen Euro. Hinzu kämen Kosten für neue Uniformen, Lackierungen, Branding von Kabinenausstattung und Check-in-Schaltern und vieles mehr. Für die folgenden drei Jahre rechnet man zudem mit fortlaufenden Marketingkosten in Höhe von insgesamt 100 bis 120 Millionen Euro.

Auch Kauf der Marke wäre nicht billig

Sollte es Italiens Regierung gelingen, die EU-Wettbewerbshüter doch noch umzustimmen, würde dies zuerst einmal bedeuten, dass ITA um die Marke Alitalia mitbieten dürfte. Diese wird wohl von den Sonderverwaltern der insolventen Fluggesellschaft versteigert werden. Der Wert der Marke wird derzeit auf rund 145 Millionen Euro geschätzt.

Mehr zum Thema

Ein Airbus von Alitalia : Die Airline halbiert ihre Flotte und streicht viele Routen.

Welche Routen die neue Alitalia nicht mehr bedienen wird

Embraer E190 von Alitalia Cityliner: Basis der neuen Fluggesellschaft?

Rom bringt Lufthansa bei Alitalia wieder ins Spiel

Flieger von Alitalia: IAT würde gerne Name und Logo übernehmen.

Italien will EU Alitalia-Bedenken ausreden

Die Antonov An-124 namens «Be brave like Irpin»: Viel ist über ihre Modernisierung noch nicht bekannt.

EU erwägt Modernisierung der Antonov An-124 und Entwicklung eines Boeing-C-17-Nachfolgers

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier