Letzte Aktualisierung: um 22:19 Uhr
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Spaniens peinliche Regierungsjets

Die Regierungsflotte von Spanien ist in die Jahre gekommen. Die Bürger amüsieren sich – und schämen sich auch ein bisschen dafür.

Esther/Flickr

Juan Carlos und Sofia: Zu viele Notlandungen

Wenn ein Flieger 45 Minuten Verspätung hat, ist das zwar ärgerlich, aber selten sorgt es für Schlagzeilen. Anders geschehen neulich in Spanien. Das Problem: König Juan Carlos war an Bord des verspäteten Airbus A310 und er hätte daher fast ein Fußballspiel verpasst, zu dem er als Ehrengast geladen war. Der König kam von einer Reise aus dem Nahen Osten zurück. Das Flugzeug konnte allerdings erst mit Verspätung abheben, weil ein defektes Ventil ersetzt werden musste.

Sowas kann mal passieren. Doch bei der Flotte des spanischen Militärs, welche Staatsoberhaupt und Königsfamilie transportiert, kommen solche Zwischenfälle in letzter Zeit immer häufiger vor – und sorgen für Spott und Hohn im Land. Fünf Mal im letzten halben Jahr kam es zu Problemen. Von Schadenfreude über Scham bis hin zu Sorge konnte man in den Medien bisher fast alles davon mitbekommen.

Schadenfreude und Scham

Zum einen beruhigt es die Spanier, dass auch die VIPs Unannehmlichkeiten bei der Reise erleben. Dann wiederum sorgt man sich ums Image des Landes, wenn die Regierungsflotte nicht in der Lage ist, die Politiker sicher und pünktlich ans Ziel zu bringen.

Die aktuelle Verspätung ist nämlich noch gar nichts gegen die letzten Zwischenfälle. Wegen eines kaputten Jets musste Prinz Felipe eine ganze Brasilienreise absagen – nur um auf der nächsten Reise nach Honduras nach einer Notlandung neun Stunden in der Dominikanischen Republik festzusitzen. Auch Königin Sofia saß dort fest, als ihr Flieger auf dem Rückweg von Guatemala notlanden musste. Ein Flieger, der Premierminister Mariano Rajoy transportierte, musste kurz nach dem Start in Dublin wegen eines Problems wieder umkehren und landen.

«Könnte Image schaden»

In den Medien werden nun Sorgen laut, dass Spanien weltweit an Ansehen verliert und nicht mehr ernst genommen wird. Dazu gebe es keinen Grund, heißt es aus dem Verteidigungsministerium laut der Zeitung El Mundo. Aber man gibt auch zu: «Die Probleme könnten dem Image schaden, aber sind nicht substanziell.»



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