Letzte Aktualisierung: um 17:56 Uhr
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Luftzirkulation

So lassen sich Viren im Flugzeug bekämpfen

Im Flugzeug kann man schnell Viren von Mitpassagieren einfangen. Ein Teenager hat eine Lösung entwickelt, welche die Ansteckungsgefahr massiv reduziert. Und sie ist erst noch billig.

Jeder, der viel fliegt, hat es wohl schon einmal erlebt: Kurz nach der Reise wird man krank. Und es ist mehr als nur eine Vermutung, dass das damit zu tun hat, dass man mit Hunderten Leuten in einer engen Röhre eingepfercht war. Durch die Luftzirkulation im Flugzeug wird eine Reise für Krankheitsviren sowas wie ein ein All-You-Can-Eat-Buffet.

Ein 17-Jähriger könnte nun die Lösung für dieses Problem gefunden haben. Raymond Wang begann sich dafür zu interessieren, als die Ebola-Seuche ausbrach und gerade dem Luftverkehr Sorgen bereitete. Zwar verbreitet sich Ebola nicht über die Luft. Aber Wang war vom Thema angefixt. Also beschäftigte sich der Kanadier mit Fällen, in denen ein Virus sich auf einem Flug ausgebreitet hatte. Angefangen hat der junge Kanadier bei einem Mann, der auf einem Flug 17 weitere Passagiere mit Vogelgrippe angesteckt hatte.

Viren zirkulieren mehrfach in der Luft

Nach und nach hatte Wang sich ein ziemlich genaues Bild darüber gemacht, wie Pathogene sich in Flugzeugkabinen bewegen. So beschrieb er kürzlich in einer Präsentation (siehe Video oben). Bisherige Lüftungssysteme ermöglichen es Viren etwa, nach einem Niesen mehrfach in der Luft zu zirkulieren, bevor sie durch den Luftfilter verschwinden.

Wang hat nun nicht nur das Problem erkannt, sondern liefert auch eine Lösung. Die, so erklärt de Kanadier, könnten Fluggesellschaften über Nacht in ihre Flugzeuge einbauen – für den Preis eines Airline-Tickets pro Sitzplatz.

Persönliche Atemzonen für jeden Passagier

Wang sieht in seinem Konzept persönliche Atemzonen für jeden Passagier vor. Neue Ventilatoren würden die Luft um einen Reisenden so führen, dass andere Passagiere nur minimal von seinen Viren berührt würden. Insassen hätten so pro Person 190 Prozent mehr frische Luft zur Verfügung, die Übertragbarkeit von Krankheiten würde sich um 55 Prozent reduzieren.

An der Intel International Science and Engineering Fair hat der 17-Jährige Schüler für seine Idee ein Preisgeld von 75.000 Dollar erhalten. Das hat er unter anderem dafür genutzt, sein System patentieren zu lassen. Wenn er mit seiner Preisberechnung recht hat und Airlines oder Flugzeugbauer sich für die Ventilatoren interessieren, könnte es gut sein, dass Wang schon jetzt seine Altersvorsorge gesichert hat.



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