Wordl map: Bookings to Europe have dropped sharply.

CoronavirusSo heftig bricht die Nachfrage nach Flügen ein

Die Corona-Krise bedroht viele Fluggesellschaften existenziell. Neue Zahlen zeigen, wie heftig der Einbruch der Buchungen nach Europa ist.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Zahlen sind gigantisch: Alleine Lufthansa streicht bis Ende März rund 7100 Flüge. Andere Fluggesellschaften kürzen ihr Angebot ebenso stark. Die Nachfrage ist in den vergangenen Wochen weltweit massiv eingebrochen. Sogar Morgen- oder Abendflüge zwischen großen Zentren, die früher völlig ausgebucht waren, bleiben halb leer.

Schuld daran ist die Coronavirus-Epidemie. Zum einen wollen viele Menschen aus Angst, sich anzustecken, nicht in ein Flugzeug steigen. Zum anderen werden viele Messen, Veranstaltungen und Treffen abgesagt. Daher fallen auch die Geschäftsreisenden weg. Hinzu kommt, dass gleichzeitig Transferpassagiere aus dem Rest der Welt fehlen.

Italien brachte die Wende zum Schlechteren

Wie sehr die Buchungen als Folge der Corona-Krise eingebrochen sind, zeigen Zahlen des auf die Reisebranche spezialisierten Marktforschungsunternehmens Forward Keys. Demnach lagen die internationalen Flugbuchungen nach Europa – nicht enthalten ist also der innereuropäische Verkehr – bis weit im Januar noch im Plus. Ab dem 20. Januar begannen sie aber abzunehmen, als erste Flüge nach China gestoppt wurden.

Von dann an bis zum 22. Februar brachen die Buchungen im Vergleich zur gleichen Periode im Vorjahr um 23,7 Prozent ein. Als dann Norditalien zum Krisenherd wurde, beschleunigte sich die Tendenz. Vom 23. bis zum 29 Februar sackte die Nachfrage gemäß Forward Keys um 79,0 Prozent ab. Aus allen Weltgegenden flogen weniger Menschen nach Europa.

Auch Nordamerika mit Rückgang von über 60 Prozent

Die dramatischen Rückgänge der Buchungen aus Südostasien von 133 Prozent (eine Zahl über 100 ist möglich, weil zu den neuen Buchungen auch Annullierungen hinzukommen) sind angesichts des Ausbruchs der Epidemie in China noch verständlich. Doch auch Südamerika zeigt hohe Rückgänge von mehr als 70 Prozent, Nordamerika und der Nahe Osten gingen um mehr als 60 Prozent zurück (siehe Grafik). Das Minus bei den internationalen Buchungen wirkt sich dann über fehlende Transferpassagiere verstärkend auf die Auslastungen in Europa aus.

Eines ist damit klar: Die Corona-Krise wird die Branche noch einige Zeit beschäftigen. Und wer jetzt keine Kapitalpolster hat, um ein paar sehr schlechte Monate zu überstehen und Annullierungen zu bezahlen, der wird Probleme kriegen.

Mehr zum Thema

Jets von Lufthansa: Immer mehr bleiben am Boden.

Lufthansa, Austrian, Swiss und Co. haben aktuell 150 Flieger zu viel

Boeing 737-900 von El Al: Flügellahm.

Einreisestopp setzt El Al noch mehr unter Druck

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack