Airbus A320 von Swiss: Auch das Kennzeichen HB-IJE wird entfernt.

Airline erklärtSo flottet Swiss einen Airbus A320 aus

Die Schweizer Fluglinie trennt sich nach und nach von ihren Airbus A320 und A321 der älteren Generation. Wie das abläuft, erklärt Swiss am Beispiel von HB-IJE.

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Von 2021 bis 2026 will Swiss sich von 14 Airbus A320 und 7 A321 trennen. Von diesen insgesamt 21 Flugzeugen hat die Schweizer Fluggesellschaft 7 geleast, 14 gehören ihr.

Mit dem 26-jährigen Airbus A320 mit dem Kennzeichen HB-IJE wurde ein Flugzeug Anfang November bereits aussortiert und durch einen A320 Neo ersetzt.

Die Maschine war 1995 an Swissair ausgeliefert worden und flog danach auch für Aer Lingus und Turkish Airlines. An Swiss ging sie Ende 2007. Der Ausflottung gingen monatelange Vorbereitungen voraus, wie Swiss nun in einem Blogbeitrag erklärt. So müssten bei einem geleasten A320 etwa 7000 Dokumente zusammen mit dem Leasinggeber geprüft werden.

Aufwand immer unterschiedlich

«Dieser Prozess dauert in der Regel etwa drei Monate, kann aber je nach Kooperationsbereitschaft und Anforderungen des Lessors oder des künftigen Eigentümers auch um einiges länger dauern», erklärt Swiss. Der Leasinggeber schaut sich auch die Maschine und deren Triebwerke vor Ort an. «Etwas einfacher wird es, wenn wir im kommenden Jahr Flugzeuge verkaufen werden, die in unserem Besitz sind», so Swiss.

Generell hängt es ganz von der Vereinbarung zwischen Leasinggeber und Airline ab, in welchem Zustand ein Flugzeug zurückgeht. Als aeroTELEGRAPH vor einem Jahr die Ausflottung einer Embraer E190 von Helvetic Airways begleitete, sagte deren operativer Chef René Mamet etwa: «Man kann zwar im Vertrag festhalten, dass man die Flugzeuge einfach so im aktuellen Zustand zurückgibt.» Das sei aber teurer, weshalb seine Fluggesellschaft technische Überprüfungen und Reparaturen selber übernehme.

Flugzeug wird «neutralisiert»

«Wir müssen überall hinschauen können und überprüfen, ob es irgendwelche Schäden gibt, die man auf den ersten Blick nicht sieht», so Mamet damals. In der Kabine wurden sogar die Wandverkleidungen der Embraer E190 für die Inspektionen entfernt.

Ein weiterer Schritt, der auch beim A320 von Swiss nötig war: Das Flugzeug selber muss «neutralisiert» werden. Die Fluggesellschaft muss also alle Logos und Schriftzüge auf und in dem Flieger übermalen oder entfernen. So vorbereitet ging die HB-IJE dann in die USA.

Über Island in die USA

Für den Überführungsflug musste Swiss eine Cockpitcrew und einen Techniker auswählen, welche die arbeitsrechtlichen Vorgaben der US-Behörden erfüllen. Zudem wurden die Navigationsinformationen der USA in die Datenbank gespiesen, da Swiss’ A320 üblicherweise nur Daten zu Flügen in Europa geladen haben. Dann flog HB-IJE über Keflavik in Island und Boston nach Roswell im Bundesstaat New Mexico.

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