Letzte Aktualisierung: 9:53 Uhr

Von Fokker 100 bis VIP-Boeing

So fliegen die Nationalteams zur Fußball-WM

Airbus A321, Fokker 100, Boeing 777: Die Nationalmannschaften reisen mit ganz unterschiedlichen Flugzeugen zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.

Am 14. Juni geben sich Popikone Robbie Williams und Starsopran Aida Garifullina im Moskauer Olympiastadion Lushniki die Ehre. Sie eröffnen die Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Kurz danach bestreiten Gastgeber Russland und Saudi-Arabien das erste Spiel des Turniers. Die 32 Teilnehmermannschaften sind früher angereist – mitunter in exklusiven Flugzeugen. Welches Team fliegt wie zur WM?

Deutschland
Das Team von Trainer Jogi Löw ist spät dran und startet am 12. Juni um 13 Uhr mit Lufthansa von Frankfurt aus zum Flughafen Moskau Vnukovo. Beim Sonderflug LH2018 kommt der Airbus A321 mit der Kennung D-AISQ und dem Taufnamen Lindau zum Einsatz. An Bord werden sich 122 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder befinden, darunter die Nationalspieler, Trainer und Betreuer. Lufthansa Technik hat den Jet mit dem Schriftzug «Mannschaftsflieger» beklebt. Daneben ziert das seit der WM 2014 bekannte «Fanhansa»-Logo den Rumpf. Die Kopfpolster der Sitze tragen die Namen der Spieler – und das für die Dauer der WM. Wer also in den kommenden Wochen mit dem Flieger unterwegs ist, kann sehen, ob er vielleicht auf dem Platz von Manuel Neuer oder Mario Gomez sitzt.

Argentinien
Die argentinische Nationalmannschaft reiste am 31. Mai mit einer VIP-Version des Airbus A340 von Südamerika nach Barcelona. Der von der Firma Flyzar gecharterte Jet hat 90 Sitze, die sich alle in flache Betten umbauen lassen. Am 9. Juni ging es für Superstar Lionel Messi und Co. weiter von Barcelona nach Moskau, und zwar mit der Boeing 767, mit der auch die Rolling Stones unterwegs sind. Der Bandname schmückt das Flugzeug denn auch.

Schweiz
Die Schweizer reisten am 11. Juni mit Swiss von Zürich nach Samara beim WM-Quartier in Tolyatti. «Der Flughafen Samara wird einmalig und speziell zu diesem Anlass mit einem Airbus A321 angeflogen», schreibt die Airline. Der Jet war normal ausgestattet und bestuhlt, hatte also keine echte Business Class. Etwas Besonderes gab es dennoch: Auf die Überwürfe der Kopflehnen waren Wünsche für die Mannschaft gedruckt, die man vorher im Internet oder bei Trainings und Testspielen des helvetischen Teams einreichen konnte.

Spanien
Spaniens Nationalteam startete am 7. Juni mit Air Europa von Madrid Richtung Krasnodar. Dazu bestieg sie eine Boeing 787-9 mit dem Namen Mateo Sánchez. Die Fluggesellschaft hat den Dreamliner nach einem ihrer Manager benannt, der im April gestorben war. Die Mannschaft um Kapitän Sergio Ramos war nun in der Business Class unterwegs.

Brasilien
Nach dem 3:0-Testspielsieg gegen Österreich flog das brasilianische Team in der Nacht vom 10. auf den 11. Juni von Wien nach Sochi. Dazu diente eine VIP-Boeing 757 der griechischen Gain Jet. Die Maschine mit der Kennung SX-RFA verfügt über 62 Plätze sowie eine Suite mit Doppelbett und eigenem Bad und kann laut Gain Jet bis zu 10 Tonnen Gepäck laden.

Kroatien
Am 11. Juni flog die kroatische Mannschaft von Zagreb nach St. Petersburg. Eine Fokker 100 der deutschen Avanti Air im Design des Tiroler Reiseveranstalters Idealtours brachte die Kroaten in zweieinhalb Stunden ans Ziel. Die Maschine hat eine 3-2-Sitzkonfiguration.

Marokko
Zum ersten Mal seit 1998 ist Marokko wieder bei einer WM dabei. Die Atlas-Löwen flogen nach der Generalprobe in Estland von Tallinn aus nach Voronezh. Dazu nutzen sie das Flugzeug CN-RGN von Royal Air Maroc, das die Aufschrift «50th Boeing 737» trägt.

Uruguay
Edinson Cavani und Co. flogen direkt von Uruguay nach Nizhny Novgorod, wo sie am 10. Juni landeten. Die Reise in einer VIP-Boeing 777-200 LR von Crystal Air Cruises war offenbar angenehm. Die Fußballer spielten an Tischen Karten und das direkt neben der Bar.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der Flugzeuge und der Reise der Starkicker.



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