Zodiac-Sitz: Zertifizierung braucht Zeit.

VerspätungenAirbus und Boeing stressen Sitzbauer

Die Branche hat ein Sitzproblem: Weil ein Hersteller von Flugzeugsitzen nicht pünktlich liefert, verspäten sich auch Auslieferungen von Flugzeugen. Nun sprechen Airbus und Boeing ein Machtwort.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Boeing und Airbus sind sich ausnahmsweise einmal einig: Es muss sich etwas ändern und zwar schnell. Gemeinsam machen die beiden Flugzeugproduzenten Druck auf den französischen Sitzhersteller Zodiac. Denn der, so der Vorwurf laut Insidern, liefert nicht pünktlich. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Und das wiederum führt zu Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flieger.

Erst Ende 2014 war bekannt geworden, dass zwei Dreamliner von American Airlines erst einige Monate später ausgeliefert werden können. Der Grund: Knappheit bei den Business-Class-Sitzen. «Wir kämpfen an verschiedenen Fronten, um die Sitz-Produktions-Kapazität zu erhöhen», hieß es damals von Boeing. Es sei eine «tägliche Herausforderung», genug Sitze zu besorgen, stimmte Airbus zu.

Boeing und Airbus senden eigene Teams

Eigentlich hatte Zodiac mitgeteilt, dass die Engpässe überwunden seien. Doch Streiks führten zu weiteren Verspätungen. Nun reicht es den Flugzeugbauern offenbar. Wie Reuters berichtet, senden sie eigene Teams in die Werke von Zodiac, welche die Situation genau begutachten sollen. Der Hersteller selbst äußert sich zu den Problemen nicht. Es heisst nur, dass die Verspätungen wohl das Ergebnis des ersten Quartals 2015 beeinflussen dürften.

Vor allem die Business-Class-Sitze sind ein Problem, denn: Im Kampf um gut zahlende Premiumkunden ist es bei den großen Fluggesellschaften fast schon Pflicht, dass sie ihre Geschäfts-Klasse mit so genannten Lie-Flat-Sitzen ausstatten, die sich in ein Bett verwandeln lassen. Doch bei der Zertifizierung durch die Behörden brauchen diese Sitze deutlich mehr Zeit. Und das führt dazu, dass es zu Lieferengpässen kommt.

Auch ein Zertifizierungsproblem

Neben der hohen Nachfrage ist bei den neuen Sitzen oftmals auch ein Problem, dass sie nicht direkt auf den Vordersitz ausgerichtet sind. Die Regeln der US-Behörde FAA besagen, dass die Hersteller dann Airbags oder andere Extras in den Sitz bauen müssen, um die Passagiere vor möglichen Kopfverletzungen zu schützen.

Mehr zum Thema

ticker-frankreich

Frankreich bestellt acht Airbus-Drohnen U050 Capa-X

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Der Airbus-A350-F-Prototyp mit der Seriennummer 700: Trägt einen Paketlook, der aus einem Designwettbewerb hervorgegangen ist.

Anonymer Kunde bestellt acht Airbus A350 F

Airbus A330 Neo: Zuletzt kaum ausgeliefert.

Airbus entdeckt Qualitätsproblem bei Produktion des A330 Neo

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies