Zodiac-Sitz: Zertifizierung braucht Zeit.

VerspätungenAirbus und Boeing stressen Sitzbauer

Die Branche hat ein Sitzproblem: Weil ein Hersteller von Flugzeugsitzen nicht pünktlich liefert, verspäten sich auch Auslieferungen von Flugzeugen. Nun sprechen Airbus und Boeing ein Machtwort.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Boeing und Airbus sind sich ausnahmsweise einmal einig: Es muss sich etwas ändern und zwar schnell. Gemeinsam machen die beiden Flugzeugproduzenten Druck auf den französischen Sitzhersteller Zodiac. Denn der, so der Vorwurf laut Insidern, liefert nicht pünktlich. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Und das wiederum führt zu Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Flieger.

Erst Ende 2014 war bekannt geworden, dass zwei Dreamliner von American Airlines erst einige Monate später ausgeliefert werden können. Der Grund: Knappheit bei den Business-Class-Sitzen. «Wir kämpfen an verschiedenen Fronten, um die Sitz-Produktions-Kapazität zu erhöhen», hieß es damals von Boeing. Es sei eine «tägliche Herausforderung», genug Sitze zu besorgen, stimmte Airbus zu.

Boeing und Airbus senden eigene Teams

Eigentlich hatte Zodiac mitgeteilt, dass die Engpässe überwunden seien. Doch Streiks führten zu weiteren Verspätungen. Nun reicht es den Flugzeugbauern offenbar. Wie Reuters berichtet, senden sie eigene Teams in die Werke von Zodiac, welche die Situation genau begutachten sollen. Der Hersteller selbst äußert sich zu den Problemen nicht. Es heisst nur, dass die Verspätungen wohl das Ergebnis des ersten Quartals 2015 beeinflussen dürften.

Vor allem die Business-Class-Sitze sind ein Problem, denn: Im Kampf um gut zahlende Premiumkunden ist es bei den großen Fluggesellschaften fast schon Pflicht, dass sie ihre Geschäfts-Klasse mit so genannten Lie-Flat-Sitzen ausstatten, die sich in ein Bett verwandeln lassen. Doch bei der Zertifizierung durch die Behörden brauchen diese Sitze deutlich mehr Zeit. Und das führt dazu, dass es zu Lieferengpässen kommt.

Auch ein Zertifizierungsproblem

Neben der hohen Nachfrage ist bei den neuen Sitzen oftmals auch ein Problem, dass sie nicht direkt auf den Vordersitz ausgerichtet sind. Die Regeln der US-Behörde FAA besagen, dass die Hersteller dann Airbags oder andere Extras in den Sitz bauen müssen, um die Passagiere vor möglichen Kopfverletzungen zu schützen.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Airbus sammelte im Juli 204 Bestellungen ein - nur ein Storno

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.

Airbus A350 F - geschüttelt, nicht gerührt

BelugaXL auf dem Landeanflug

Erleben Sie hautnah, wie Airbus in Hamburg Flugzeuge baut

ticker-sri-lankan

Airbus-Korruptionsaffäre in Sri Lanka: Gericht fordert Ermittlungsbericht

Video

Die Boeing 787 hebt in München ab: Viel Staub aufgewirbelt.
Ein Dreamliner ist beim Start in München ungewöhnlich spät abgehoben und hat dabei eine große Staubwolke aufgewirbelt. Die Boeing 787 von Vietnam Airlines flog danach Schleifen und kehrte zum Flughafen zurück. Sie steht noch immer neben der Piste.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack