Flugverkehr über Europa: Die nationalen Lufträume machen die Aufsicht teuer.

SesarEU will Flugsicherung verbessern

Die Europäische Union macht vorwärts mit dem einheitlichen Luftraum. Die Allianz Sesar aus vier Airlines, 25 Flughäfen und elf Aufsichtsbehörden soll nun die Umsetzung vorantreiben.

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Die Zahlen sind eindrücklich. In den Vereinigten Staaten ist das Flugverkehrsvolumen 59 Prozent höher als in Europa. Dieses bewältigen die USA aber mit 39 Prozent weniger Lotsen und einem Drittel tieferen Gesamtkosten, so Zahlen der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung Iata. Doch das soll sich ändern. Seit Jahren arbeitet Europa daran, die nationalen Lufträume durch einen einzigen paneuropäischen Luftraum zu ersetzen. Durch den Single European Sky sollen die Kosten für die Flugaufsicht um die Hälfte gesenkt werden.

Einen wichtigen Schritt machten die Beteiligten letzte Woche. Die Europäische Kommission beauftragte Sesar (Single European Sky ATM Research), eine branchenübergreifende Organisation bestehend aus den Fluggesellschaften Air France, Easyjet, KLM und Lufthansa, Betreibern von 25 Flughäfen und 11 Flugsicherheitsorganisationen mit der Planung und Koordinierung der Modernisierung des europäischen Luftraums. Der Beschluss werde «das Flugsicherungssystem Europas für immer verändern. Es wird smarter, billiger, ökologischer und sicherer», so EU-Verkehrsksomissarin Violeta Bulc.

Getestete Technologien auch einsetzen

Sesar soll auch dafür sorgen, dass die Kapazität in Europa verdreifacht werden kann, die Sicherheit um zehn Prozent steigt und die Umweltbelastung pro Flug um zehn Prozent abnimmt. In einer ersten Phase von sechs Jahren soll die Sesar-Allianz nun sicherstellen, dass «neue Technologien und Lösungen, die bereits getestet und validiert wurden auch im alltäglichen Betrieb in ganz Europa eingesetzt werden», so die EU-Kommission.

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