Letzte Aktualisierung: 7:28 Uhr

Körperbetont

Sind diese Uniformen zu sexy?

Malaysischen Politikern sind die Uniformen einiger Airlines zu sexy. Sie verlangen, dass die Fluglinien sie überarbeiten.

Die knallroten Uniformen fallen am Flughafen schon von weitem auf. Sie sehen moderner aus als viele der Konkurrenz. Doch malaysische Politiker kritisieren, wie sich die Flugbegleiterinnen von Air Asia kleiden. Und auch eine andere malaysische Fluggesellschaft steht aus demselben Grund in der Kritik. Den Politikern sind die Uniformen von Firefly oder Malindo ebenfalls zu körperbetont und offenherzig. Das würde Passagiere «erregen», so die Formulierung von Abdullah Mat Yasim von der Regierungspartei Umno.

Das entspreche nicht dem Islam, der offiziellen Religion in Malaysia, so das Argument. Die nationale Luftfahrtbehörde solle sich daher mit dem Thema beschäftigen, so der Politiker im Parlament. Senator Megat Zulkarnain Omardin pflichtete ihm laut der Zeitung New Straits Times bei. «Immer wenn ich Malindo oder Air Asia fliege, hat meine Frau Angst», so der Politiker. Das sei eine echte Belastung. Eine Bemerkung, für die er laut dem Bericht von seinen männlichen Kollegen zustimmendes Gelächter erntete.

Seit Jahren ein Thema

Es ist nicht das erste Mal, dass die Uniformen der Kabinenbesatzung kritisiert werden. Bereits in der vergangenen Woche war im Parlament gefordert worden, dass die Flugbegleiterinnen sich Scharia-konform kleiden. Das Thema kommt seit Jahren immer wieder auf. Doch die Fluglinien sehen das gelassen. Air-Asia-Chef Tony Fernandes erklärte vor einigen Jahren schon: «Politiker wollen, dass wir global Erfolg haben. Dann müssen Sie über ihre eigenen Grenzen hinausschauen.»

Sehen Sie sich die Uniformen in der oben stehenden Bildergalerie selbst an.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.