Ausgebrannte Asiana-Kabine: Jede Sekunde zählte bei der Evakuierung.

Bruchlandung: Gurte in der Kritik

Nach der Bruchlandung eines Flugzeuges von Asiana Airlines in San Francisco reichten einige Opfer Klage ein. Kritik richtet sich auch gegen die Sicherheitsgurte.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Sowohl Asiana als auch Boeing stehen in der Kritik. Nach der Bruchlandung einer Boeing B777 der koreanischen Fluggesellschaft in San Francisco haben drei Familien Klagen eingereicht – gegen die Airline und gegen den Hersteller. Die Vorwürfe, die man Boeing dabei macht, feuern eine Diskussion wieder an, die es schon länger gibt. Die Sicherheitsgurte in den Fliegern, heißt es, seien nicht gut genug.

In der Business Class habe es Sitze gegeben, an denen auch Schulter-Sicherungen angebracht gewesen seien, in der Economy Class jedoch habe es nur die üblichen Gurte gegeben, die über dem Schoß schließen. «Es ist schrecklich, dass die Sicherheit davon abhängt, welches Ticket man kauft», so Anwalt Frank Pitre, der alle Familien vertritt. Wenn diese ordnungsgemäß gesichert gewesen seien, dann hätten viele Verletzungen vermieden werden können, heißt es in der Klage.

Aus der Branche heißt es, dass die Business-Class-Sitze andere Sicherungen hätten, weil sie schlicht anderer Bauart seien. Es handelt sich bei ihnen um Sitze, die zu 180 Grad senkbar sind und sich in Betten verwandeln. Oft würden sie auch nicht nach vorne zeigen. Da brauche es andere Technik. Außerdem seien die Kosten, die der Einbau von Drei-Punkt-Gurten bedeuten würde, sehr hoch, so das Fachportal Aviationpros.

Ob Verletzungen durch Gurte wie in Autos tatsächlich hätten verhindert werden können ist indes nicht ganz klar. Studien gibt es zu dem Thema keine. «Der Schoßgurt ist bei Flugzeugunfällen der wichtigste», so Traumachirurg David King gemäß dem Fachportal Healthland. Anders als im Auto werde man eben in der Regel nicht nach vorne geschleudert. Bei Flugzeugen wirken die Kräfte meist vertikal.

«Ich finde es aber schwierig zu leugnen, dass Auto-Gurte besser wären, nur weil es nicht genügend Studien gibt», so King. Sicherlich hätten sie bei bestimmten Ereignissen manchmal einen Vorteil. Doch man müsse auch bedenken, dass sich aus anderen Gurten andere Probleme ergeben könnten. Eine Evakuierung würde unter Umständen länger dauern. Wenn das Flugzeug, wie etwa im Fall von Asiana, Feuer fange, dann zähle aber jede Sekunde.

Mehr zum Thema

ticker-asiana

Powerbank-Brand auf Asiana-Flug nach Hongkong

ticker-asiana

Asiana Airlines fliegt neu nach Budapest - als Ergänzung zu Korean Air

ticker-asiana

Asiana Airlines startet Flüge nach Mailand - und ergänzt Korean Air

ticker-asiana

Asiana erhöht Frequenz nach Frankfurt

Video

Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies