Airbus A220 mit der Kennung YL-AAO von Air Baltic: Wird nicht mehr abheben.

Panne bei Air BalticWas Airbus zum ersten Totalschaden eines A220 sagt

Es war eine traurige Premiere: Aufgrund von extremer Hitzebildung bei der Wartung musste Air Baltic einen A220 als Totalverlust abschreiben. Folgen für andere Betreiber hat der Vorfall vorerst aber nicht, wie Airbus nun erklärt.

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Der Geschäftsbericht 2025 von Air Baltic offenbarte einen schmerzhaften Verlust: Ein Airbus A220-300 wurde als Totalschaden abgeschrieben. Der Jet mit dem Kennzeichen YL-AAO war am 14. Juni 2025 am Ende einer großen Wartung stark beschädigt worden.

Aber was genau war geschehen? Zum Abschluss der Arbeiten war für die Freigabe ein Bodenlauf des Hilfstriebwerks (Englisch: Auxiliary Power Unit, kurz APU) nötig. Bei diesem Testlauf am Boden erlitt das geleaste Flugzeug «durch den Ozonfilter extreme Hitzeschäden im Rumpf- und Flügelwurzelbereich», schrieb Air Baltic. «Nach einem Begutachtungsprozess kam Airbus Engineering im Dezember 2025 zu dem Schluss, dass eine wirtschaftliche Reparatur des Flugzeugs nicht mehr möglich war», erklärte die lettische Fluggesellschaft.

Keine Änderung im Wartungsprozess für A220-Betreiber

In einer Stellungnahme gegenüber aeroTELEGRAPH betonte die Fluglinie zudem, eine Untersuchung habe ergeben, «dass die Wartungsarbeiten in Übereinstimmung mit allen zum damaligen Zeitpunkt geltenden Verfahren durchgeführt wurden». Zu weiteren Details zu diesen Verfahren und zu möglichen Änderungen verwies die Airline auf Hersteller Airbus.

Der Flugzeugbauer erklärt nun auf Anfrage, es laufe keine formale Untersuchung gemäß Anhang 13 der Internationale Zivilluftfahrtorganisation Icao, es liege kein Sicherheitsproblem beim A220 vor. «Es gibt keine Änderung im Wartungsprozess», so ein Airbus-Sprecher.

Airbus will technische Hintergründe noch besser verstehen

Man habe im Anschluss an diesen Vorfall lediglich eine Bekräftigung der bestehenden Verfahren an A220-Betreiber versandt, aber keine Änderungen vorgenommen, so der Sprecher. «Wir arbeiten mit unseren Systemlieferanten zusammen, um die technischen Hintergründe des Vorfalls besser zu verstehen und sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann.» Derweil äußere man sich nicht zu Wartungsarbeiten einzelner Betreiber.

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